Die Lufthansa Group hat die Stornierungsgebühren für flexible Langstreckentickets in den meisten Reiseklassen wieder gestrichen. Für Tickets auf den betroffenen Interkontinentalstrecken, die ab 3. Juni ausgestellt werden, entfällt die Gebühr – sie sind wieder kostenfrei erstattbar, bestätigte ein Lufthansa-Sprecher. Der Konzern begründete die Kehrtwende damit, dass sich die operativen Rahmenbedingungen stabilisiert haben.
Die Lufthansa Group hatte die Stornierungsgebühren im April eingeführt – unter anderem für Flüge zwischen Europa und dem Asien-Pazifik-Raum – und dies mit zunehmend dynamischem Buchungs- und Stornierungsverhalten infolge des Iran-Kriegs begründet. Betroffen waren im Economy-Flex-Tarif Gebühren von 400 Euro, in der Premium Economy 700 Euro und in der Business Class 1000 Euro.
Die Gebührenregelung galt für Interkontinentalflüge zwischen Europa und Asien-Pazifik, Südafrika, Mauritius und den Seychellen sowie Verbindungen von Asien-Pazifik nach Brasilien mit Lufthansa, Discover Airlines, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Swiss. Alle übrigen Langstrecken waren nicht betroffen. Hintergrund der ursprünglichen Maßnahme war unter anderem der starke Anstieg der Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs, der die europäische Luftfahrt seit Kriegsbeginn erheblich belastet.
Ausnahme First Class
Eine Ausnahme von der Rückkehr zur kostenfreien Stornierung bildet die First Class: Hier wird die Storno-Gebühr im Flex-Tarif lediglich gesenkt, von 1500 auf 800 Euro, wie "Touristik aktuell" unter Verweis auf eine Vertriebsmitteilung der Lufthansa Group berichtete. Der Geschäftsreiseverband VDR hatte die Einführung der Stornogebühren auf Flex-Tarife scharf kritisiert.
Auch bei den Basic-Plus- und Green-Tarifen werden auf diesen Strecken die Erstattungsgebühren in allen Reiseklassen gesenkt. Wie "Touristik aktuell" berichtete, liegen sie dann bei 300 Euro in der Economy Class, 400 Euro in der Premium Economy, 500 Euro in der Business Class und 1.000 Euro in der First Class. Diese Änderung gilt für alle Flugscheine, die ab 10. Juni ausgestellt werden.