Die Lufthansa Group ändert im Oktober in zwei Schritten die Regeln, nach denen Vertriebspartner Tickets für bestimmte Interkontinentalflüge ausstellen und im Voraus buchen müssen. Das geht aus einer Information des Konzerns an Reisebüros hervor. Die Neuerungen betreffen die Konzernairlines Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Discover Airlines. Sie gelten für veröffentlichte ebenso wie für nicht veröffentlichte Tarife.
Zum 5. Oktober greifen zunächst neue Ticketing Time Limits (TTL) für Neubuchungen und Umbuchungen. Sie legen fest, wie viel Zeit nach einer Reservierung bis zur Ausstellung des Tickets bleibt. Reisebüros sehen die maßgebliche Frist automatisch im Buchungsdatensatz (PNR). Am 19. Oktober folgen neue Vorausbuchungsfristen.
Die neuen Regeln gelten nicht für das Kontinentalnetz. Auch Strecken von und zu Zielen in Japan, den USA, Kanada und Mittelamerika bleiben unberührt, ebenso Spezialtarife mit eigenen Bestimmungen wie etwa Veranstaltertarife.
Ziel der Umstellung ist nach Konzernangaben eine bessere Planung der Kapazitäten. Die Lufthansa Group verweist darauf, dass lange Ausstellungsfristen Plätze über längere Zeit binden könnten, ohne dass ein verbindliches Ticket vorliege. Für andere Reisende sei die Verfügbarkeit dadurch eingeschränkt.