Kurz nach dem Beinahe-Unfall einer Boeing 787 hat am Münchener Flughafen ein Airbus A380 der Lufthansa die Landebahn verfehlt. Das mit 351 Passagieren besetzte Flugzeug hatte am Montagabend zu früh aufgesetzt und an der Landebahnschwelle die dortige Beleuchtung beschädigt, wie das Unternehmen bestätigte.
Das Flugzeug sei aber sicher gelandet und alle Passagiere seien unverletzt geblieben, sagte eine Sprecherin. Zuvor hatten "RTL" und "aero.de" berichtet.
Eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung teilte mit, ein zu frühes Aufsetzen der Maschine sei nicht dokumentiert. Die Bahn sei am Montagabend zehn Minuten überprüft worden. Laut Lufthansa hat die A380 bereits auf dem Beton, aber vor der mit weißen Blockstreifen markierten Landebahnschwelle aufgesetzt.
Die rund 13 Jahre alte Lufthansa-Maschine mit dem Kennzeichen D-AIML war am Vorabend in San Francisco an der amerikanischen Westküste gestartet. Im Anschluss an die Landung rollte sie in München zu ihrer Position am Terminal, und die Gäste verließen das Flugzeug regulär, wie Lufthansa mitteilte.
Nur zwei Tage zuvor war auf derselben Bahn ein Boeing-Dreamliner der Vietnam Airlines beim Start über das Pistenende hinausgeschossen. Nur knapp entgingen Passagiere und Crew einem Unglück, weil die Maschine doch noch abheben konnte.
Auch hier wurden Lampen der Bahnbefeuerung beschädigt. Die Maschine kehrte zum Münchener Flughafen zurück. Bei der Landung platzten mehrere Reifen, Menschen wurden aber nicht verletzt.
Die Gründe für den Zwischenfall werden wie im Fall der Vietnam Airlines untersucht. Laut Lufthansa hat die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) bereits eine Untersuchung eingeleitet. Das Unternehmen unterstütze diese vollumfänglich. Laut "RTL" waren die BFU-Mitarbeiter bereits vor Ort und haben die Flugschreiber sichergestellt.