In Cottbus haben am Donnerstag die Arbeiten an einem neuen Forschungscampus begonnen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Fraunhofer-Gesellschaft und das IHP Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik setzten gemeinsam den Spatenstich für den ersten Bauabschnitt des Lausitz Science Park.
Bis 2030 soll auf dem rund 50.000 Quadratmeter umfassenden Gelände der komplette Campus entstehen. Der Bund fördert das Vorhaben über das Investitionsgesetz Kohleregionen, das Land Brandenburg beteiligt sich an der Finanzierung. Das DLR zieht dort mit zwei Instituten ein, wie das Zentrum mitteilte.
Eines davon wird das 2020 gegründete Institut für Elektrifizierte Luftfahrtantriebe, das an hybrid-elektrischen und vollelektrischen Antrieben für Flugzeuge arbeitet. Das Team testet Schlüsseltechnologien und komplette Antriebssysteme, analysiert deren Lebensdauer und Umweltfolgen und erarbeitet Konzepte für den sicheren Betrieb.
Zweites DLR-Institut am Standort wird das 2019 gegründete Institut für CO₂-arme Industrieprozesse, das sich mit der Dekarbonisierung der Industrie befasst.
Neben dem DLR siedeln sich das IHP, das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme und die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien an.
Der neue Campus soll den Strukturwandel in der Lausitz nach dem Kohleausstieg unterstützen. DLR-Vorstandsvorsitzende Professorin Anke Kaysser-Pyzalla sagte, mit dem Campus könne der Standort seine Stärken enger verknüpfen und den Wandel in der Region weiter voranbringen.