Anfang des Jahres kritisierte Organisationschef der Lufthansa-Airline Karl Brandes noch den fehlenden Innovationenwillen des Flughafens München. Nun ist Brandes seit dem 1. Juli zugleich verantwortlich für den Betrieb der Airline am Drehkreuz München, wie die Lufthansa mitteilte.
"Mein Ziel ist es, den Standort München zusammen mit dem Lufthansa-Team und unserem Partner, dem Flughafen München, weiterzuentwickeln", sagte Brandes.
Damit wies der COO von Lufthansa Airlines auf die jüngsten Neueinführungen beim Kranich: "Wir haben hier mit der A350-Flotte unsere modernsten Langstreckenflugzeuge stationiert, jeden Monat kommt ein weiteres hinzu. Wir bieten unseren Gästen mit Allegris die modernste Kabinenausstattung und betreiben gemeinsam mit [dem Flughafen München] das Fünf-Sterne-Terminal 2", so Brandes weiter.
Brandes löst damit seinen Kollegen Stefan Kreuzpaintner ab, der ab sofort neben dem Netz- und Partnermanagement die gesamte kommerzielle Angebotsgestaltung aller Airlines der Lufthansa Group verantwortet, hieß es in der Mitteilung der Lufthansa.
Die Flughafengesellschaft komme bei Personalrekrutierung und Modernisierung der Abläufe nicht im gleichen Maße voran wie etwa Fraport in Frankfurt, so die Kritik von Brandes Anfang des Jahres. Brandes' Ziel könnte demnach sein, die Abläufe bei der Flugzeugabfertigung zu modernisieren und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.