Die Gläubiger der Fluggesellschaft Condor haben einem Verkauf des Unternehmens an die polnische Luftfahrt-Holding PGL zugestimmt. Die Übernahme ist Bestandteil des Schutzschirmplans, der am Frankfurter Amtsgericht bei einer Gläubigerversammlung mehrheitlich beschlossen wurde. Das teilte die Condor-Unternehmenskommunikation mit. Nach Informationen der "Wirtschaftswoche" stimmte der Pensionssicherungsverein der deutschen Wirtschaft gegen den Plan.
Condor kann das Schutzschirmverfahren damit in den nächsten Wochen verlassen: Der künftige Eigentümer, die Polish Aviation Group (PGL), könne das Unternehmen nun übernehmen und der Kredit, der Condor zur Überbrückung der Wintersaison von der Bundesregierung und dem Land Hessen nach der Pleite des ehemaligen Mutterkonzerns Thomas Cook gewährt wurde, könne fristgerecht zurückgezahlt werden.
Verkauf soll im April vollzogen werden
"Die Annahme unseres Plans für eine nachhaltige und profitable Zukunft von Condor ist ein fundamentaler Schritt für unsere Kunden und Partner und natürlich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter," so Condor-Chef Ralf Teckentrup. Dies bedeutee für alle Beteiligten die so wichtige Sicherheit, auch weiterhin mit einer starken Condor als Deutschlands beliebtestem Ferienflieger planen zu können. "Ich bedanke mich herzlich bei allen Gläubigerinnen und Gläubigern für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen."
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Der Plan war nach der Pleite des britischen Mutter-Konzerns Thomas Cook vom Condor-Management mit dem Insolvenz-Spezialisten Lucas Flöther erarbeitet worden. Die LOT-Mutter PGL hatte sich mit ihrem Gebot gegen zwei Finanzinvestoren durchgesetzt und einen entsprechenden Kaufvertrag am 24. Januar unterzeichnet. Das Geschäft soll nach früheren Angaben im April vollzogen werden.
Aus der nicht genannten Kaufsumme muss der KfW-Überbrückungskredit von 380 Millionen Euro zurückgezahlt werden, mit dem der Ferienflieger in der Luft gehalten worden war. "Condor war nach der Insolvenz von Thomas Cook prädestiniert für ein Schutzschirmverfahren: Das Unternehmen ist insbesondere durch die Insolvenz des Mutterkonzerns in Not geraten. Durch die heutige Zustimmung der Mehrheit der Gläubiger ist der Weg für die Zukunft mit dem neuen Eigentümer PGL frei", erklärte Sachwalter Flöther.