Flugzeugunglück in Tokio: Blitzschnelle Entscheidungen retten Leben, © DPA/Uncredited/Kyodo News/AP/dpa
Ein Flugzeug der Japan Airlines brennt auf der Landebahn des Tokioter Flughafens Haneda. © DPA / Uncredited/Kyodo News/AP/dpa
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2024\/01\/5fb04400a50c8467-N8JNCL__wide__824?v=1704192434","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 DPA\/ Uncredited\/Kyodo News\/AP\/dpa"},"caption":"Ein Flugzeug der Japan Airlines brennt auf der Landebahn des Tokioter Flughafens Haneda."}

Beim Flugzeugunglück in Tokio ist es den blitzschnellen Entscheidungen der Airbus-Besatzung und der Kooperation besonnener Passagiere zu verdanken gewesen, dass alle an Bord das Flammeninferno überlebten.

Für ihre Professionalität und Umsicht werden alle Beteiligten am Wunder von Haneda auch Tage danach in Japan wie Helden gefeiert: Der Pilot, der das ins Schleudern geratene Flugzeug nach der Kollision mit einer Küstenwachenmaschine auf der Nase liegend zum Stehen brachte; die Flugbegleiterinnen, die ohne beschädigten Bordfunk auskommen mussten und mit Megafonen ruhig Anweisungen zur Evakuierung gaben; und die Passagiere, die sitzen blieben, bevor sie sich auf die Notrutschen begaben und ihr Handgepäck dem Flammeninferno überließen.

Innerhalb von nur 18 Minuten waren alle 367 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder in Sicherheit. Die japanische Nachrichtenagentur "Kyodo" berichtete über die dramatischen Momente an Bord.

Während die verängstigten Passagiere sahen, wie die Flammen an den Fenstern leckten, Kinder zu schreien anfingen und sich die Kabine mit Rauch füllte, habe die neunköpfige Flugbegleitung schnell die Fluchtmöglichkeiten geprüft: nur drei der acht Ausgänge waren benutzbar. Sie forderten die Passagiere auf, Ruhe zu bewahren und sich zu ducken, um den Rauch nicht einzuatmen, wie "Kyodo" berichtete.

Kabinen-Crew muss Entscheidung alleine treffen

Die beiden Ausgänge an der Vorderseite des Flugzeugs erwiesen sich als benutzbar. Sofort begannen die Besatzungsmitglieder, die Passagiere nach vorne zu führen, um sie über Notrutschen zu evakuieren.

Im hinteren Teil des Flugzeugs sei jedoch nur ein Ausgang benutzbar gewesen. Ein Besatzungsmitglied sah draußen Flammen, was ein sicheres Verlassen des Flugzeugs auf der rechten Seite verhinderte, stellte aber fest, dass die linke Seite frei war und auf dem Boden ausreichend Platz für eine Rutsche vorhanden war, wie es hieß.

Da das System zur Kommunikation mit dem Kapitän nicht funktionierte und immer mehr Rauch in die Kabine drang, musste das Crew-Mitglied ohne eigentlich vorgeschriebene Erlaubnis des Cockpits handeln, öffnete den linken hinteren Ausgang und ließ die Rutsche herunter.

Diejenigen Passagiere, die den Boden zuerst erreichten, halfen anderen Passagieren am Fuße der Rutschen. Der Kapitän überprüfte alle Reihen, um sicherzustellen, dass die letzten Passagiere das Flugzeug verlassen hatten.

Um 18:05 Uhr ging auch er am hinteren Ausgang von Bord – nur Minuten bevor die Maschine vollständig in Flammen aufging.

Während alle 379 Personen ohne lebensgefährliche Verletzungen überlebten, kam für fünf Menschen an Bord des Flugzeugs der Küstenwache jede Hilfe zu spät. Nur der Pilot kam verletzt heraus.

airliners+ Magazin

Jede Woche neue Impulse: Das digitale Wochenmagazin für die Luftverkehrswirtschaft. Ausgabe herunterladen und lesen
airliners+ Magazin 29/2026 Ausgabe herunterladen
und lesen
Titelbild: airliners+ Magazin 29/2026
Artikel 4 – Volodymyr Bilotkach: Open Skies USA–EU, © airliners.de/KI
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/06\/open-skies-usa-eu-EYgvTj__square__360?v=1782229812","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 airliners.de\/ KI"},"caption":"Artikel 4 \u2013 Volodymyr Bilotkach: Open Skies USA\u2013EU"}

Wie das Open-Skies-Abkommen den Transatlantikmarkt veränderte – und wo nicht

Luftverkehrsabkommen (4) Achtzehn Jahre nach Inkrafttreten des Open-Skies-Abkommens zwischen den USA und der EU zieht Volodymyr Bilotkach von der Purdue University Bilanz: Der Transatlantikmarkt ist gewachsen, doch Heathrow und JFK dominieren weiterhin – und die Konsolidierung auf US-Seite hat den Wettbewerb spürbar verringert.

16 min
Ausgabe lesen
Analyse der Augenposition, © airliners.de/Andreas Sebayang
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/07\/dsc-8533-BZt50y__square__242?v=1784638333","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 airliners.de\/ Andreas Sebayang"},"caption":"Analyse der Augenposition"}
Einmal im Monat veröffentlicht die Luftrechts-Expertin Nina Naske auf airliners.de eine neue Kolumne., © dpa/Fotomontage: airliners.de
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2013\/07\/luftrecht_d2c01526df6ecea1e4aa59d883f5f9bb__square__242?v=1784720191","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 dpa\/ Fotomontage: airliners.de"},"caption":"Einmal im Monat ver\u00f6ffentlicht die Luftrechts-Expertin Nina Naske auf airliners.de eine neue Kolumne."}
Luftrechtskolumne (144)

Was sind eigentlich Service Bulletins?

Ankunft der deutschen Nationalmannschaft nach dem dritten WM-Gruppenspiel gegen Ecuador am Flughafen Smith Reynolds., © DPA/Christian Charisius
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/06\/5fb9b4009f734a36-OYWzFF__square__242?v=1782741123","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 DPA\/ Christian Charisius"},"caption":"Ankunft der deutschen Nationalmannschaft nach dem dritten WM-Gruppenspiel gegen Ecuador am Flughafen Smith Reynolds."}
Interessante Einträge aus dem airliners.de-Firmenfinder

AHS Aviation Handling Services GmbH

The perfect team for every stop

Zum Firmenprofil

AEROTHRIVE GmbH

Aviation Training Certificates Boosting Your Career!

Zum Firmenprofil

Flughafen Memmingen GmbH

Memmingen Airport - Der Unternehmerflughafen

Zum Firmenprofil

ch-aviation GmbH

Accurate data and news on the airline industry.

Zum Firmenprofil

STI Security Training International GmbH

Wir trainieren Ihre Sicherheit.

Zum Firmenprofil

GAS German Aviation Service GmbH

Deutschlands größtes FBO & Handling Netzwerk

Zum Firmenprofil

Hamburg Aviation

Für die Luftfahrt in der Metropolregion Hamburg.

Zum Firmenprofil

TEMPTON Personaldienstleistungen GmbH

Fachbereich Aviation

Zum Firmenprofil

RBF-Originals.de

Ihr Spezialist für "Remove Before Flight"-Anhänger

Zum Firmenprofil

Hochschule Worms

Wissen, worauf es ankommt!

Zum Firmenprofil

Wildau Institute of Technology e. V. (WIT)

Berufsbegleitender Aviation-Master und Weiterbildungsformate

Zum Firmenprofil

TRAINICO GmbH

Kompetenz & Leidenschaft für die Luftfahrt

Zum Firmenprofil