Solange keine Einigung mit dem Arbeitgeber Skeyes zustande kommt, wollen die Fluglotsen bis zum 10. Oktober jede Nacht zwischen 22.00 Uhr und 08.00 Uhr die Arbeit niederlegen.
Die Fluglotsen wollen erreichen, dass sie den gleichen Nachtzuschlag wie ihre Kollegen am Flughafen in Lüttich erhalten. Ihr Arbeitgeber lehnt die Forderung ab und argumentiert, in Lüttich sei nachts deutlich mehr zu tun. In Charleroi landeten nachts nur einzelne, verspätete Flieger; am Frachtflughafen Lüttich gebe es im Schnitt 27 Flüge pro Nacht.
"Der Betrieb der beiden Flughäfen ist grundlegend verschieden", teilte das Unternehmen mit. Bei den verspäteten Fliegern in Charleroi handele es sich hauptsächlich um Rückflüge von Ryanair. "In den allermeisten Fällen landet das letzte Flugzeug vor Mitternacht", erklärte Skeyes weiter.
Sollten die Fluglotsen ihre Streikpläne wie angekündigt 24 Nächte in Folge durchziehen, wären dem Unternehmen zufolge 832 Flüge betroffen. Der Flughafenbetreiber rief beide Seiten deshalb dazu auf, sich so schnell wie möglich zu einigen.
Charleroi liegt rund 50 Kilometer südlich der belgischen Hauptstadt Brüssel. Der Flughafen ist ein Drehkreuz von Ryanair und anderen Billigfluggesellschaften.