Fischer Air wird ihre geplanten Flüge vom Flughafen Kassel erst im Februar 2026 aufnehmen. Wie unter anderem die "Hessenschau" berichtete, verschiebt sich der ursprünglich für den 21. Dezember angekündigte Start der Kanaren-Verbindungen um rund zwei Monate. Auf der Homepage des Flughafens heißt es nun "Ab Februar auf die Kanaren, ab April auch nach Hurghada und Mallorca".
Die Airline des tschechisch-deutschen Unternehmers Václav Fischer hatte angekündigt, eine Boeing 737-800 am nordhessischen Flughafen zu stationieren. Geplant waren zunächst mehrmals wöchentliche Flüge nach Gran Canaria, Fuerteventura und Teneriffa sowie nach Hurghada in Ägypten. Ab Ostern sollten Verbindungen nach Palma de Mallorca und Kreta hinzukommen.
Als Grund für die Verschiebung gilt das Fehlen der offiziellen Betriebsgenehmigung der EU-Luftfahrtbehörde. Diese lag nach Angaben des Flughafens in der vergangenen Woche noch nicht vor. Flughafen-Geschäftsführer Lars Ernst wollte die Verschiebung auf Anfrage der "Hessenschau" nicht kommentieren. Fragen zu Flugplänen und bereits verkauften Tickets lägen in der Verantwortung der Airline.
Auch andere Flughäfen betroffen
Fischer Air hatte neben Kassel auch Flüge ab Hamburg und Friedrichshafen angekündigt. Der Bodensee-Airport in Friedrichshafen führt Fischer Air jedoch bislang nicht in seinem Winterflugplan auf. Auf der Fischer-Air-Webseite sind teils widersprüchliche Angaben zu finden: Gran Canaria ist dort bereits ab dem 20. Dezember buchbar, obwohl der Kassel Airport den Start erst für Februar ankündigt.
Fischer Air wurde 2024 in der Slowakei neu gegründet. Es ist bereits der dritte Versuch von Václav Fischer, seine Airline wieder an den Markt zu bringen.
Die Verbraucherzentrale Hessen äußerte bereits bei der ursprünglichen Ankündigung Zweifel an den Plänen der Airline. Peter Lassek von der Verbraucherzentrale bezeichnete den Online-Auftritt als verfrüht und kritisierte die kargen Kontaktangaben im Impressum, wie die "HNA" berichtete. Flughafen-Chef Ernst hatte um Geduld geworben und Optimismus verbreitet: "Es ist noch nicht alles fertig, aber das wird jetzt nachgearbeitet."