Tony Fernandes, Mitgründer der malaysischen Fluggesellschaft Air Asia, hat Investoren zur finanziellen Lage des Unternehmens beruhigt. Die Belastungen durch die gestiegenen Kerosinkosten seien "weit, weit" geringer als während der Corona-Pandemie, sagte Fernandes. Air Asia verfüge über eine "starke Liquidität".
Der Auftritt kam zwei Tage nach einem "Reuters"-Bericht, wonach die malaysische Regierung Malaysia Airlines und Batik Air gefragt habe, ob sie den Marktanteil von Air Asia im Inlandsverkehr übernehmen könnten. Insidern zufolge handelte es sich um eine Szenarioplanung, während die Behörden die finanzielle Lage des größten Low-Cost-Carriers Südostasiens beobachten.
Zum 30. Juni standen bei Air Asia kurzfristige Verbindlichkeiten von 18,4 Milliarden Ringgit (rund vier Milliarden Euro) Kassenbeständen von 954 Millionen Ringgit gegenüber. Die Airline sei aber erfahren im Kassenmanagement, sagte Fernandes. Im zweiten Quartal verbuchte die Fluggesellschaft, die laut Fernandes rund 60 Prozent des malaysischen Inlandsmarkts kontrolliert, wegen der Treibstoffkosten und Wechselkursverlusten von 331 Millionen Ringgit einen Nettoverlust von 831 Millionen Ringgit. Es sei das schwierigste Quartal in der Geschichte der Airline gewesen, sagte Fernandes.