Die Beschäftigten von Airbus in Spanien haben am Donnerstag für einen Vorschlag gestimmt, der die seit Monaten immer wieder aufflammenden Streiks beenden soll. Das teilten die Gewerkschaften mit.
An der Abstimmung über die vorläufige Einigung, die Airbus und vier Gewerkschaften Anfang September erzielt hatten, beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben 87 Prozent der Belegschaft. Dagegen hätten 20,3 Prozent gestimmt, rund drei Prozent hätten sich enthalten.
Einem Dokument zufolge, in dem der Vorschlag beschrieben wird, sieht die Einigung einen Ausgleich für verlorene Kaufkraft zusätzlich zu inflationsgebundenen Lohnerhöhungen vor. Zudem seien mehr Flexibilität beim Urlaub und eine Rückkehr zu 40 Prozent mobiler Arbeit vorgesehen.
Airbus erklärte, das Ergebnis ermögliche es dem Unternehmen, "eine solide und wettbewerbsfähige Position in Spanien zu halten". Zugleich zeige die Zahl der Gegenstimmen, dass noch viel zu tun sei, um die Erwartungen der gesamten Belegschaft zu erfüllen.
Streit um Löhne und Präsenzpflicht
Die Streiks hatten Anfang Juli begonnen. Die Beschäftigten hatten unter anderem gegen Lohnerhöhungen unterhalb der Inflationsrate, strengere Anwesenheitskontrollen und die Vorgabe protestiert, dass Büroangestellte mehr Zeit vor Ort verbringen sollen.
Eine erste Vorvereinbarung hatte die Belegschaft Ende Juli mit 49,15 zu 45,95 Prozent knapp abgelehnt. Der Streik hatte danach zunächst geruht. Nachdem die Beschäftigten ein neues Lohnangebot zurückgewiesen hatten, traten sie Ende August in einen unbefristeten Streik.
Airbus beschäftigt in Spanien rund 14.500 Mitarbeiter an acht Standorten. Dort entstehen Militärtransportflugzeuge sowie Teile für Verkehrsflugzeuge und Satelliten.