Das Kabinenpersonal von Easyjet in Portugal hat für einen Streik vom 2. bis 6. Oktober und erneut vom 19. bis 23. Dezember gestimmt. Die Beschäftigten protestieren damit gegen schlechte Arbeitsbedingungen, teilte ein Sprecher der Gewerkschaft SNPVAC mit. An den portugiesischen Flughäfen dürften dadurch Hunderte Flüge ausfallen.
Allein der erste Streik dürfte nach Gewerkschaftsschätzungen rund 500 planmäßige Easyjet-Flüge von und nach Lissabon, Porto und Faro lahmlegen, mögliche Ausnahmen für einen von den Behörden noch festzulegenden Notbetrieb nicht eingerechnet. Nach Angaben des SNPVAC-Sprechers haben sich die Arbeitsbedingungen für das in Portugal stationierte Personal trotz wiederholter Warnungen der Gewerkschaft weiter verschlechtert. Der Sprecher der größten portugiesischen Kabinenpersonal-Gewerkschaft nannte als Kritikpunkte instabile Dienstpläne, Verstöße gegen den Haustarifvertrag, eine gegenüber den Piloten diskriminierende Behandlung, Mängel in der Einsatzplanung sowie den Druck, wegen Personalengpässen Überstunden zu leisten.
Der zweite Streik dürfte den Flugbetrieb des Billigfliegers noch stärker beeinträchtigen, weil er mit dem verkehrsreichen Weihnachtsreiseverkehr zusammenfällt. Easyjet-Verantwortliche in Portugal waren zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.