Easyjet führt gemeinsam mit der "i6 Group" die digitale Betankungsplattform "eHandshake" ein, wie die Low-Cost-Airline mitteilte. Crews können Kraftstoff damit anfordern und die gelieferte Menge direkt im System bestätigen.
Ziel sei es, unnötig mitgeführte Kraftstoffmengen zu reduzieren. Das spürt die Airline im Portemonnaie – soll aber auch für das Klima gut sein. Easyjet beziffert das Einsparpotenzial auf rund 10.000 Tonnen CO2 pro Jahr.
Die Anwendung wird in die bereits genutzte Plattform "ETechlog" integriert und erfasst für jeden Betankungsvorgang, wie viel Kraftstoff geplant, angefordert, geliefert und bestätigt wurde. Der so entstehende lückenlose Datensatz soll sich für Analysen, Kontrollen und die Rechnungsprüfung nutzen lassen.
Tankdienstleister erhalten den Angaben zufolge die Treibstoff-Anforderung bereits, bevor sie das Flugzeug erreichen. Das soll Rückfragen und Verzögerungen bei der Abfertigung reduzieren. Nach Angaben von Easyjet spart der digitale Prozess zudem jährlich rund 600.000 Blatt Papier ein.
Die Einführung erfolgt schrittweise. Zunächst soll "eHandshake" auf etwa der Hälfte des Easyjet-Streckennetzes zum Einsatz kommen. Innerhalb von drei Jahren ist eine Ausweitung auf rund 90 Prozent der Zielflughäfen geplant.