Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat vier ältere CVOR-Funknavigationsanlagen (Conventional VHF Omnidirectional Range) durch störungsresistentere DVOR-Anlagen ersetzt, wie die Flugsicherung bekannt gab. Die neuen Navigationsanlagen reagieren weniger empfindlich auf Windenergieanlagen.
Nach technischer und betrieblicher Freigabe sind die Anlagen den Angaben zufolge in Nürnberg, Köln/Bonn, Düsseldorf und Nienburg in Betrieb. Für die Standorte Frankfurt am Main, Rügen und Magdeburg war keine Umrüstung erforderlich. Dort wurden die VOR-Komponenten abgeschaltet. Stattdessen sind DME-Anlagen (Distance Measuring Equipment) in Betrieb.
Exponierte Standorte wie Bergkuppen oder Anhöhen bieten ideale Bedingungen für flugsicherungstechnische Anlagen. Windkraftanlagen profitieren von den gleichen Standortbedingungen und können die Navigationsanlagen stören.
Die Erneuerung wurde durch das Bundeswirtschaftsministerium finanziert. Die DFS setzte das Projekt von Mitte 2021 bis Ende 2025 um. Die Umrüstung wurde planmäßig abgeschlossen.
Funknavigationsanlagen sind Bodenstationen, die über Funksignale Luftfahrzeugen die Navigation ermöglichen. Zu ihnen gehören Drehfunkfeuer. In Luftfahrzeugen werden die Signale in Empfängern verarbeitet und als Richtungsinformationen zur Verfügung gestellt.
Es gibt Anlagen vom Typ Conventional-VOR und Doppler-VOR. Die DVOR-Variante weist eine geringere Störanfälligkeit gegenüber Windenergieanlagen auf.