Die Deutsche Bahn (DB) bietet ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember mehr ICE-Sprinter an. Zwischen Hamburg und München startet eine neue Linie, zwischen Berlin und Stuttgart verdreifacht sich das Angebot. Das teilte die DB zum Fahrplan 2027 mit.
Auf der neuen Linie Hamburg–München verkehren die Sprinter dreimal täglich je Richtung und halten nur in Hannover und Nürnberg. Die Fahrzeit sinkt nach Angaben der DB um 20 Minuten auf fünf Stunden und 20 Minuten.
Zwischen Berlin und Stuttgart fahren künftig drei statt bisher einem Sprinter je Richtung und Tag. Die Fahrzeit beträgt vier Stunden und 45 Minuten und liegt damit etwa eine Stunde unter der des Taktangebots über Frankfurt. Insgesamt sind nach DB-Angaben künftig täglich rund 70 Sprinter-Fahrten auf wichtigen Strecken in Deutschland unterwegs.
Michael Peterson, Vorstand Personenfernverkehr der DB, sagte: "In Zeiten teurer Kraftstoffe bleibt die Bahn eine gute und günstige Alternative zu Auto und Flugzeug."
Die Preise bleiben im Fahrplan 2027 nach Angaben der DB stabil. Zwischen Berlin und Hamburg fahren die Züge nach den baulichen Einschränkungen wieder im Halbstundentakt.
Mehr Fahrten ins Ausland
Das internationale Angebot soll zugleich auf mehr als 320 Fahrten pro Tag wachsen. Von Deutschland aus sind damit über 200 Städte in 14 Ländern direkt erreichbar. Mehr Züge wird es nach Italien, Frankreich, Österreich und Dänemark geben.
Gemeinsam mit dem italienischen Partner Trenitalia kommt ab Sommer 2027 erstmals der Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa in Deutschland zum Einsatz. Vorgesehen sind direkte Verbindungen von München nach Mailand und Rom, jeweils mit einem täglichen Zugpaar.
Zwischen Hamburg und Kopenhagen verkehren ab März 2027 siebenmal täglich Züge je Richtung, ab 7:00 Uhr etwa alle zwei Stunden. Gemeinsam mit den jeweiligen Partnerbahnen weitet die DB auch die Verbindungen nach Frankreich und Österreich aus. Zwischen Stuttgart und Paris fahren täglich zwölf Züge, zwei mehr als bisher. Zwischen Frankfurt, Nürnberg und Wien sind es täglich 14 Fernverkehrszüge, sobald die Korridorsanierung Nürnberg–Passau abgeschlossen sei, hieß es weiter. Das wären zwei mehr als vor Beginn der Bauarbeiten.
