Die Deutsche Bahn (DB) kooperiert mit der italienischen Trenitalia und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Ab Sommer 2027 fahren Frecciarossa-Hochgeschwindigkeitszüge täglich umsteigefrei von München nach Mailand und Rom, jeweils mit Halt in Innsbruck. Das teilten die Bahnen am Mittwoch auf der Bahnmesse Innotrans in Berlin mit.
Auf beiden Relationen ist nach Angaben der Bahnen jeweils eine Fahrt pro Tag vorgesehen. Für die rund 600 Kilometer nach Mailand benötigen die Züge etwa sechseinhalb Stunden, für die rund 900 Kilometer nach Rom etwa achteinhalb Stunden.
Hinter Innsbruck halten sie noch in Bozen, Trient, Rovereto und Verona. Von dort führt der Laufweg nach Mailand über Brescia, der nach Rom über Bologna und Florenz. Ab Dezember 2028 sollen die Verbindungen bis Berlin beziehungsweise Neapel verlängert werden.
Das Angebot ist nach Angaben der drei Unternehmen das zweite EU-Pilotprojekt für zusätzliche Fernverkehrsangebote über Landesgrenzen hinweg. DB-Vorstand Personenfernverkehr Michael Peterson sagte: "Internationaler Fernverkehr ist ein Mannschaftssport." Die DB biete gemeinsam mit Partnerbahnen bereits mehr als 300 europäische Verbindungen an.
Für Trenitalia sind die Züge nach München nach Angaben von General Manager Simone Gorini ein weiterer Schritt der internationalen Expansion. In Spanien und Frankreich ist der Frecciarossa bereits unterwegs.