Auch Malaysia Airlines ist von dem Cybersicherheitsvorfall bei Amadeus betroffen. Möglicherweise seien Kundendaten betroffen, die zwischen August 2023 und September verarbeitet worden seien, teilte die Airline am Sonntag mit. In den vergangenen Tagen hatten bereits Cathay Pacific, Japan Airlines, Asiana Airlines und weitere Fluggesellschaften gemeldet, dass Kundendaten bei dem Amadeus-Vorfall kompromittiert worden seien.
Nach Angaben von Malaysia Airlines wurden ihre eigenen IT-Systeme nicht angegriffen. Es gebe keine Hinweise darauf, dass auf Finanzdaten zugegriffen worden sei. Die Airline arbeite gemeinsam mit Amadeus und weiteren Beteiligten an der Aufklärung und prüfe die Auswirkungen. Kunden sollten wachsam sein bei verdächtigen oder unaufgeforderten Nachrichten, insbesondere wenn darin persönliche oder finanzielle Daten abgefragt würden.
Amadeus erklärte, das Unternehmen habe Kenntnis von einer Schwachstelle in einer Umgebung zur Anzeige von Reisebuchungen erlangt. Auf die Frage, wie viele Kundendaten betroffen seien, antwortete Amadeus nicht. Cathay Pacific hatte zuvor mitgeteilt, dass Daten zu 53.000 Buchungen betroffen seien, bei Japan Airlines waren es nach eigenen Angaben Daten von 92.000 Kunden.
