Der Datensicherheitsvorfall beim spanischen Softwareanbieter Amadeus betrifft auch die Hongkonger Fluggesellschaft Cathay Pacific. Die Airline aus Hongkong teilte mit, der Vorfall habe rund 53.000 Buchungen betroffen. Die eigenen Systeme und der Betrieb seien nicht beeinträchtigt gewesen.
Bei dem Vorfall seien in den meisten Fällen Buchungsreferenz, Name des Passagiers und Flugdetails betroffen gewesen, erklärte Cathay Pacific. In einer kleineren Teilmenge der Fälle seien zusätzlich weitere persönliche Informationen kompromittiert worden. Es gebe keine Hinweise darauf, dass auf Finanz- oder Zahlungsinformationen zugegriffen worden sei.
Amadeus erklärte, dem Unternehmen sei eine Schwachstelle in einer Umgebung zur Anzeige von Reisebuchungen bekannt geworden. Die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass die Schwachstelle für Ransomware-Zwecke ausgenutzt worden sei. Laut Cathay Pacific hat Amadeus Maßnahmen zur Eindämmung des Vorfalls ergriffen und die Überwachungs- und Erkennungsfunktionen in seinen Systemen verbessert. Auf die Frage, wie viele Fluggesellschaften und Kunden insgesamt betroffen sind, antwortete Amadeus nicht.
Cathay Pacific reiht sich damit in eine Gruppe von Fluggesellschaften ein, die zuletzt kompromittierte Kundendaten durch den Amadeus-Vorfall gemeldet haben. Japan Airlines hatte in dieser Woche mitgeteilt, ein ähnlicher Vorfall habe die Daten von 92.000 Kunden betroffen. Ursache sei ein unbefugter Zugriff auf das System von Amadeus gewesen. Auch die südkoreanische Asiana Airlines hatte zuletzt gemeldet, dass Kundendaten kompromittiert worden seien.
