An mehreren deutschen Flughäfen ermöglichen moderne CT-Scanner gelockerte Regeln für Flüssigkeiten im Handgepäck. Laut einer aktuellen Analyse des Reisevergleichsportals Omio verfügen die Flughäfen Frankfurt, Berlin-Brandenburg und München (MUC) bereits über die neue Kontrolltechnik. Der Flughafen Köln/Bonn (CGN) soll noch im laufenden Jahr folgen.
Die neuen Geräte erstellen dreidimensionale Abbildungen des Handgepäcks und erlauben eine präzisere Analyse von Flüssigkeiten als herkömmliche Röntgenanlagen. An Kontrollspuren mit CT-Technik dürfen Passagiere Flüssigkeiten in Behältern bis zu zwei Litern mitführen, ohne diese separat in einem durchsichtigen Beutel verstauen zu müssen.
Die Lockerung gilt jedoch nicht überall gleich. Am BER etwa sind bislang nur die Kontrollbereiche 1 und 5 im Terminal 1 sowie der Kontrollbereich im Terminal 2 mit CT-Scannern ausgestattet. Die Bereiche 2 und 4 im Terminal 1 verfügen weiterhin über konventionelle Röntgentechnik. Da Passagiere beim Einlass in den Anstellbereich nicht wissen, welchen Kontrollbereich sie passieren werden, empfiehlt der Flughafen, die bisherige Regelung vorsorglich einzuhalten: maximal 100 Milliliter pro Behälter, verstaut in einem durchsichtigen Ein-Liter-Beutel.
Köln/Bonn soll als erster deutscher Flughafen alle Kontrollbereiche vollständig auf CT-Technik umrüsten. Bis dahin gilt auch dort die herkömmliche Flüssigkeitsbeschränkung.
Europaweit sind CT-Scanner ebenfalls auf dem Vormarsch. In der Omio-Auswertung, die 50 große internationale Airports umfasst, erlauben Flughäfen wie London-Heathrow, Amsterdam, Madrid, Barcelona, Dublin und Helsinki bereits bis zu zwei Liter Flüssigkeit im Handgepäck. In Paris-Charles de Gaulle, Wien, Zürich, Stockholm-Arlanda, Oslo-Gardemoen und Kopenhagen hingegen gelten die alten Beschränkungen weiterhin.
Die EU hat das Ziel ausgegeben, bis 2030 einen Großteil der europäischen Flughäfen mit moderner Scannertechnik auszustatten. Bis dahin bleibt die Situation uneinheitlich – selbst an Airports mit neuen Geräten können die Regeln je nach Terminal oder Kontrollspur variieren.