Eine Bombendrohung gegen eine Lot-Maschine hat am Dienstag zur zeitweisen Schließung des Flughafens Warschau-Modlin geführt. Die Boeing 737 Max auf dem Weg von London-Heathrow nach Warschau-Chopin landete um 10:01 Uhr außerplanmäßig in Modlin, nachdem um 9:54 Uhr an Bord ein Bombenalarm ausgelöst worden war. Die 181 Menschen an Bord wurden nach Angaben des Flughafens evakuiert, eine Lot-Sprecherin bestätigte, dass es sich um einen Flug der Airline handelte.
Der Flughafen nahm den Betrieb nach der Schließung wieder auf, wie er mitteilte. Die Maschine werde noch von den zuständigen Stellen überprüft, Passagiere und Besatzung warteten in der Ankunftshalle auf weitere Entscheidungen. Zuvor hatte der Flughafen erklärt, die Sicherheitsdienste verifizierten die gemeldete Bedrohung und stellten die Sicherheit aller Anwesenden sicher.
Auch gegen einen SAS-Flug von Kopenhagen nach Warschau wurde eine Bombendrohung gemeldet. Die Maschine landete sicher in Warschau-Chopin, wie die Airline mitteilte. Die Passagiere seien inzwischen ausgestiegen. Die Maschine wurde dort überprüft, wie ein Sprecher des Flughafens sagte. Der Betrieb in Chopin laufe weiter. Nach Angaben der polnischen Behörden richteten sich die Drohungen gegen zwei Passagierflugzeuge, die an getrennten Warschauer Flughäfen landeten. Angaben zum Ergebnis der Überprüfung lagen zunächst nicht vor.
Auch in Sofia landete am Dienstag ein Flugzeug aus Israel nach einer Bombendrohung, wie bulgarische Medien berichteten. Die Drohung sei per E-Mail eingegangen. Anti-Terror-Einheiten prüften die Maschine auf mögliche Sprengsätze, sagte laut der bulgarischen Nachrichtenagentur "BTA" der Generalsekretär des Innenministeriums, Ljubomir Nikolow.
Wizz-Air-Maschine landet in Budapest
Bereits am Montag hatte eine Bombendrohung gegen einen Wizz-Air-Flug von London nach Sofia zu einer außerplanmäßigen Landung in Budapest geführt. Die Drohung erreichte das Cockpit nach Medienberichten beim Überfliegen des bosnischen Luftraums. Der Pilot entschied sich daraufhin für die Landung in Budapest, wo die Maschine nach Angaben von Wizz Air durchsucht wurde. Auf welchem Weg die Drohung übermittelt wurde, war zunächst unklar.
Zwei Kampfflugzeuge der ungarischen Luftwaffe stiegen auf und begleiteten die Maschine vom Eintritt in den ungarischen Luftraum bis zur Landung, wie der ungarische Verteidigungsminister mitteilte. Alle Sicherheitschecks wurden nach Angaben von Wizz Air in Budapest erfolgreich abgeschlossen. Dabei seien keine Bedrohungen entdeckt worden. Anschließend landete die Maschine nach Berichten bulgarischer Medien sicher in Sofia.
Warschau hat zwei Flughäfen. Chopin liegt im Stadtgebiet, Modlin wird überwiegend von Billigfluggesellschaften genutzt und liegt rund 36 Kilometer von der Hauptstadt entfernt.
