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Neues Besucherzentrum "Hangar One" von Lufthansa eröffnet, © DPA/Hannes P Albert
Blick auf ein historisches Flugzeug im "Hangar One". : Ein großes historisches viermotoriges Propellerflugzeug steht in einer modernen Halle. Das Bild ist hell, mit viel Tageslicht durch die hohen Fenster rechts. Im Hintergrund sind Besucher und Ausstellungsflächen zu sehen. © DPA / Hannes P Albert
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Mit der Eröffnung des neuen Besucherzentrums "Hangar One" in Frankfurt hat Lufthansa seinen 100. Geburtstag begangen. Damit ist für luftfahrtbegeisterte Menschen am Frankfurter Flughafen ein besonderer Ort entstanden. Der Name wurde in einem Mitarbeiterwettbewerb gefunden.

Das optische Zentrum der lichten Halle bilden zwei historische Flugzeuge: Die Junkers Ju 52 aus dem Jahr 1936 und die 21 Jahre jüngere Lockheed Super Star dürfen zwar nicht mehr abheben, machen aber die rasante Entwicklung der Luftfahrt im vergangenen Jahrhundert anschaulich. Die viermotorige Lockheed aus der Constellation-Baureihe stand am Anfang des Linienbetriebs nach Nordamerika, der heute noch das ökonomische Rückgrat des Lufthansa-Konzerns darstellt.

Ab einem noch nicht näher benannten Termin im Sommer kann das allgemeine Publikum das Zentrum besuchen. Vollzahler sind dem Unternehmen zufolge mit acht Euro Eintritt dabei, zudem soll es Ermäßigungen geben. Im Gebäude finden sich dann neben den Flugzeugen und der Ausstellung die "Follow-Me-Bar", ein Shop mit speziellen Produkten für Luftfahrt-Fans sowie ein Flugsimulator. Hier können Flüge mit der zweimotorigen Propeller-Maschine Diamond DA 42 trainiert werden.

Die Lufthansa will das Zentrum nicht nur für eigene Präsentationen und Meetings nutzen, sondern die Räume auch vermieten. Im Angebot sind flexible Eventflächen sowie sieben Konferenzräume und ein Kino. Heimlicher Star auch für private Feiern dürfte die eingebaute Bar in der Super Star werden, die dem Stil der 1950er-Jahre nachempfunden wurde.

Unmittelbar neben dem Lufthansa Aviation Center hat das Architekturbüro "Albert Speer + Partner" ein repräsentatives, 72 Meter breites Ausstellungsgebäude geplant und errichten lassen. Beeindruckend ist vor allem die Flugzeug-Halle mit durchgehender Glasfront. Die Grundfläche beträgt 3800 Quadratmeter. Auf dem Dach finden sich Begrünung und eine Photovoltaik-Anlage, deren Strom für E-Ladestationen auf dem Parkplatz genutzt werden soll.

Feier mit Merz und Schnieder

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) war als Ehrengast bei den Jubiläumsfeierlichkeiten dabei und würdigte das Unternehmen als prägendste Visitenkarte Deutschlands in der Welt. Die Kulisse hätte festlicher kaum sein können – wäre da nicht der Streik, der gleichzeitig vor der Tür tobte.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) würdigte das Unternehmen in seiner Festrede: Das strategisch wichtige Unternehmen habe das Bild von Deutschland stärker geprägt als jedes andere. Die Bundesregierung setze sich dafür ein, dass Deutschland ein wichtiger Luftverkehrsstandort bleibe. "Weniger Fliegen ist keine Option für den Wirtschaftsstandort Deutschland", sagte Merz. Dazu brauche man nachhaltige klimaschonende Technologien, aber auch niedrige Kosten und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit.

Merz dankte Lufthansa-Chef Carsten Spohr ausdrücklich dafür, dass sich das Unternehmen erstmals auch vollständig zu seiner Rolle im Nationalsozialismus bekannt habe. Die erste "Luft Hansa" hatte ihren kommerziellen Erstflug am 6. April 1926 von Berlin nach Zürich absolviert. Die staatlich stark gestützte Gesellschaft war an der verdeckten Aufrüstung des NS-Staates ebenso beteiligt wie an der rücksichtslosen Ausbeutung zehntausender Zwangsarbeiter. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs ging sie mit dem Nationalsozialismus unter und wurde erst 1955 neu gegründet. Spohr erinnerte an die maßgebliche Unterstützung der USA beim Neustart.

Auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) gratulierte zum Jubiläum. Er verwies auf die enge Verknüpfung der Luftfahrtgeschichte mit der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands. Die Bundesregierung bekenne sich im Koalitionsvertrag ausdrücklich zum Luftverkehr und zum deutschen Standort – mit dem Ziel, einen international fairen Wettbewerb und wettbewerbsfähige Standortkosten zu sichern. Zudem erarbeite das Ministerium eine neue nationale Luftfahrtstrategie.

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Flughafen Newark-Liberty von oben., © AirTeamImages.com/Daniel Nicholson
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Ground Handling 8, © airliners.de/KI
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Mobilitätskolumne BER FRA, © airliners.de
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