Die Gewerkschaften, die die Beschäftigten der Aeroports de Paris ADP vertreten, planen für den 17. Juli einen Streik, wie sie mitteilten. Der Streik erfolgt damit nur wenige Tage vor Beginn der Olympischen Spiele 2024, um den Druck auf die Geschäftsführung zu erhöhen, damit diese ihren Forderungen in Bezug auf Bezahlung und Arbeitsbedingungen nachkommt.
Die Gewerkschaften, darunter die CGT, die CFDT, die FO und die UNSA, fordern einen Bonus für das gesamte Flughafenpersonal und zusätzliche Ressourcen während der arbeitsintensiven Zeit der Olympischen Spiele. Die ADP-Gruppe betreibt die Flughäfen Orly und Roissy Charles de Gaulle in der französischen Hauptstadt.
Die Spiele beginnen am 26. Juli in Paris. Der Zeitraum der Olympischen Sommerspiele fällt in die französischen Sommerferien. Viele Gewerkschaften des öffentlichen Sektors forderten auch deshalb Extrazahlungen an die Beschäftigten. Die Vertreter der Flughafenmitarbeitenden kritisierten vor allem die Entscheidung der Unternehmensleitung der ADP, "die Prämien nur an einen Teil der Belegschaft zu zahlen".
Bereits am 19. Mai hatten die Gewerkschaften zum Streik an den beiden Pariser Flughäfen aufgerufen, der allerdings ohne große Auswirkungen blieb.
Die Flughäfen Charles de Gaulle und Orly, die von der staatlich kontrollierten Groupe ADP betrieben werden, dürften der Hauptankunftsort für Besucher und die Athleten bei den Olympischen Spielen sein. Es wird erwartet, dass während der Großveranstaltung 350.000 Menschen täglich einreisen. Das Athletendorf in Paris wird am 18. Juli eröffnet.