Airbus hat rund 6,4 Millionen Pfund (rund 7,5 Millionen Euro) an die britische Zoll- und Steuerbehörde gezahlt, um ein zwei Jahre altes Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen Exportkontrollvorschriften beizulegen. Das teilte der Konzern in Erläuterungen zu seinen Quartalszahlen mit.
Airbus hatte die Untersuchung, die mehrere britische Konzerngesellschaften betraf, im Jahr 2024 bekanntgegeben. Die in diesem Monat erzielte Einigung "schließt die Angelegenheit vollständig ab und löst sie abschließend", erklärte der Konzern.
Nach Angaben von mit dem Verfahren vertrauten Personen ging es um Unregelmäßigkeiten beim grenzüberschreitenden Transfer von Bauteilen für den Militärtransporter A400M, die bei einer Prüfung im Jahr 2022 aufgefallen waren. Zu Einzelheiten der Ermittlung äußerte sich Airbus nicht, betonte aber, die Probleme freiwillig offengelegt und vollumfänglich mit der Untersuchung kooperiert zu haben – ein Vorgehen, das der Konzern auch bei früheren Verfahren wegen Compliance-Verstößen gewählt hatte.
Der Konzern habe "längst umfassende Abhilfemaßnahmen umgesetzt", erklärte ein Airbus-Sprecher. Bereits 2020 hatte sich Airbus mit den US-Behörden auf eine Zahlung von zehn Millionen Dollar sowie die Berufung eines Exportkontroll-Verantwortlichen geeinigt, nachdem Strafzahlungen bereits einmal das Konzernergebnis belastet hatten – damals wegen festgestellter Verstöße gegen die amerikanischen Waffenexportkontrollvorschriften (ITAR) durch das US-Außenministerium.