airliners.de Logo

Airbus pausiert Endmontage in Tianjin

Airbus stoppt wegen des Coronavirus die Produktion von Flugzeugen in China. Die Mitarbeiter des A320-Endmontagewerks müssen zu Hause bleiben. Wie lange die Produktion ausgesetzt bleibt, ist unklar.

Airbus-Endmontage im chinesischen Tianjin © Airbus

Airbus hat in Reaktion auf den Coronavirus den Bau von Passagierflugzeugen in China gestoppt. Die A320-Endmontagelinie im Airbus-Werk Tianjin sei geschlossen, teilte der Konzern mit.

Die von Chinas Behörden verhängten Reisebeschränkungen behindern damit die Abläufe bei Airbus. Neben der Produktion sind auch die Auslieferungspläne in Gefahr. Der Hersteller will nun Alternativen prüfen, um die Auswirkungen zu begrenzen.

Wo dies machbar sei, ermögliche man den Mitarbeitern, per Computer von zu Hause aus zu arbeiten. Ziel sei, dass die Beschäftigten nicht zu den Airbus-Standorten fahren müssten.

Die Frage, wie lange das Werk geschlossen bleiben soll, beantwortete Airbus auf Anfrage von airliners.de nicht.

Airbus fertigt in Tianjin vor allem Mittelstreckenjets

Der europäische Hersteller betreibt seit 2008 in Tianjin ein Endmontagewerk für seine A320-Mittelstreckenfamilie. Zum Ende des vergangenen Jahres hatte Airbus die dortige Fertigungsraten auf sechs Maschinen pro Monat hochgefahren. Zuvor lieferte der Konzern drei Maschinen monatlich aus.

Seit 2017 betreibt Airbus am Standort auch ein Ausstattungswerk für die Großraumjets der A330-Reihe, in dem die Flieger lackiert und etwa mit Sitzen und Toiletten ausgestattet werden. Ab 2021 will Airbus auch A350 in China fertigstellen.

Von: br, dpa-AFX

Lesen Sie jetzt

Lesen Sie mehr über

Wirtschaft Technik Industrie Produktion Airbus Tianjin