Airbus hat im Mai 81 Flugzeuge ausgeliefert. Das entspricht einem deutlichen Anstieg gegenüber den 51 Auslieferungen im Vorjahresmonat, wie Branchenquellen Reuters mitteilten. Airbus wollte sich vor einer offiziellen monatlichen Aktualisierung nicht äußern.
Der Anstieg ist teilweise auf die Auflösung eines regulatorischen Streits mit China zurückzuführen. Zwei mit dem Vorgang vertraute Personen erklärten, China habe die Zulassung neuer Airbus-Maschinen offenbar zurückgehalten, um Druck auf europäische Regulierer wegen der ausstehenden Zertifizierung des chinesischen Passagierjets C919 auszuüben.
Der Rückstau hatte rund 20 Maschinen betroffen. Die EASA erklärte zuletzt, die Validierungsarbeiten zur C919 liefen mit voller Kooperation der chinesischen Behörden.
Jahresziel bleibt unsicher
Analysten bewerten es als verfrüht, aus dem Mai-Ergebnis Schlüsse auf die Erreichbarkeit des Jahresziels von 870 Auslieferungen zu ziehen. Lieferkettenprobleme – darunter fehlende Triebwerke und Kabinenausstattung sowie Verzögerungen aus einem früheren Spirit-AeroSystems-Werk in den USA – belasten das Programm weiterhin.
Analyst Rob Morris sieht Airbus auf einem guten Weg, Bestände abzubauen, mahnt aber zur Aufrechterhaltung des Tempos in den kommenden Monaten.