Der Ausbruch des Vulkans Ätna auf Sizilien sorgt für immer größere Probleme im Luftverkehr rund um das zentrale Mittelmeer.
Die Aschewolke des Vulkans zog am Dienstag über Malta und zwang mehrere Fluggesellschaften dazu, Verbindungen zu der Urlaubsinsel zu streichen – mitten in der touristischen Hochsaison.
Der Malta International Airport erklärte in einer Mitteilung, es komme derzeit zu Flugausfällen wegen der vulkanischen Aschewolken über den maltesischen Inseln infolge der jüngsten Aktivität des Ätna.
Bis zum Nachmittag waren nach Angaben eines Sprechers 19 Flüge gestrichen, mehrere weitere Verbindungen verzeichneten deutliche Verspätungen. Malta liegt rund 220 Kilometer südlich des Ätna.
Bereits seit vergangener Woche ist der Flugbetrieb auf Sizilien selbst massiv eingeschränkt. Der Flughafen Catania, nach Passagieraufkommen der fünftgrößte Italiens, bleibt wegen der Luftraumsperre über der Insel weiter geschlossen.
Der Airport ist wegen der Sperre des Luftraums mindestens bis Donnerstag 16:00 Uhr geschlossen – zunächst hatte die Sperre bis Mittwoch 18:00 Uhr gegolten. Reisende mit Flügen von oder nach Catania und Malta wurden aufgefordert, sich vor der Anreise zum Flughafen über den aktuellen Status ihrer Verbindung zu informieren.
Lavaströme aus zwei Schloten
Europas aktivster Vulkan stößt bereits seit Freitag große Mengen Asche und glühende Gesteinsbrocken aus. Aus zwei Schloten in 2360 und 2750 Metern Höhe traten nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie dicke Lavaströme aus, zuletzt bildeten sich zwei weitere neue Lavaströme.
Für Tausende Urlauber auf Sizilien bedeutet die anhaltende Sperre erhebliche Probleme bei der Heimreise. Viele weichen bei der Abreise auf den Flughafen der Inselhauptstadt Palermo oder auf die Bahn und Fähren aus. Mit den Flugausfällen auf Malta trifft die Aschewolke nun auch Reisende, die von den Einschränkungen auf Sizilien ursprünglich nicht betroffen waren.