Aeroflot hat mit Rostec einen Vertrag über 90 Flugzeuge des Typs MS-21-300 geschlossen. Die ersten Maschinen sollen 2029 zur Flotte der russischen Airline stoßen. Das berichtete CH-Aviation unter Berufung auf die russische Nachrichtenagentur Interfax. Präsident Wladimir Putin bestätigte die Vereinbarung demnach per Videoschaltung.
Auf Seiten von Rostec unterzeichneten den Angaben nach die Tochtergesellschaft United Aircraft Corporation (UAC), der Leasinggeber Awiakapital-Service sowie die United Engine Corporation.
Rostec-Vorstandsvorsitzender Sergej Tschemesow sagte, die Fertigung eines einzelnen Flugzeugs nehme 18 Monate bis zwei Jahre in Anspruch. Der Auftrag verschaffe dem Hersteller damit für die kommenden Jahre eine verlässliche Auslastung. Die ausgelieferten Stückzahlen sollen dem Bericht zufolge jährlich wachsen: 14 Flugzeuge im Jahr 2029, 18 im Jahr 2030, 24 im Jahr 2031 und 34 im Jahr 2032. Neben den Flugzeugen umfasst das Paket Flugsimulatoren, die Schulung der Besatzungen und einen Kundendienst über 22 Jahre.
Die Zertifizierung der MS-21 ist bislang nicht abgeschlossen. Der Zeitplan für die Auslieferungen hängt damit an einem Verfahren, das noch läuft.
Staat finanziert erste 18 Flugzeuge
Für 18 MS-21 hatte die russische Regierung die Finanzierung der Produktion für Aeroflot bereits zugesagt. Russischen Fluggesellschaften und Leasinggesellschaften, die Flugzeuge aus heimischer Fertigung übernehmen, stellte der Staat dabei vergünstigte Finanzierungen in Aussicht. Diese 18 Maschinen entstehen derzeit im Werk von Jakowlew in Irkutsk.
Erst wenige Wochen zuvor hatte Aeroflot-Vorstandsvorsitzender Sergej Alexandrowski gegenüber Medien erklärt, die Airline stehe kurz vor dem Abschluss eines Vertrags über die zusätzlichen Flugzeuge. Insgesamt rechnet die Aeroflot-Gruppe nach Daten von CH-Aviation mit rund 200 Schmalrumpfflugzeugen des Typs MS-21.