Aena hat seine Prognose für das Passagierwachstum 2026 von 1,3 auf drei Prozent erhöht. "Seit dem Beginn der Nahost-Krise beobachten wir eine Umlenkung der Reisenachfrage nach Spanien, das als sicheres Touristenziel wahrgenommen wird", erklärte der Flughafenbetreiber am Mittwoch.
Im ersten Halbjahr stiegen die Passagierzahlen an spanischen Aena-Flughäfen um 3,7 Prozent auf 156,2 Millionen.
Das Halbjahresergebnis fiel entsprechend stark aus: Aena meldete einen Nettogewinn von einer Milliarde Euro, ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz wuchs um zehn Prozent auf 3,28 Milliarden Euro.
Die Ergebnisse lagen im Rahmen der Analystenerwartungen. Trotzdem gaben die Aena-Aktien im frühen Handel um zwei Prozent nach.
Zweite Jahreshälfte mit eingeschränkter Sichtbarkeit
Für die zweite Jahreshälfte warnte Aena vor begrenzter Planungssicherheit angesichts der anhaltenden Unsicherheit über den Nahost-Konflikt. Die Kapazität der Airlines stieg zwischen Juli und Oktober um 6,5 Prozent, doch Aena warnte, dass die Passagierzahlen hinter den angebotenen Sitzen zurückbleiben könnten.
Die spanische Regierung schätzt, dass im Sommer rund 43 Millionen internationale Touristen das Land besuchen werden – sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Spanien könnte damit erstmals die Marke von 100 Millionen ausländischen Besuchern im Jahr übertreffen.
Aena hatte zuvor geplant, die Flughafengebühren ab 2027 zu erhöhen, um Erweiterungen in Madrid und Barcelona zu finanzieren. Airlines hatten sich dagegen ausgesprochen und stattdessen niedrigere Gebühren gefordert.