Wizz Air hat bei den US-Behörden die Genehmigung für Flüge zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten beantragt, wie "Bloomberg" berichtete. Die Billigfluggesellschaft will damit in den lukrativen transatlantischen Markt einsteigen, nachdem sie im vergangenen Jahr ihre Expansionspläne im Nahen Osten zurückgefahren hatte.
Die britische Tochtergesellschaft der Airline hat beim US-Verkehrsministerium eine Ausnahmegenehmigung und eine Betriebserlaubnis für Linien- und Charterflüge zwischen beiden Ländern beantragt. Die Fluggesellschaft fordert die Erlaubnis, den Betrieb so bald wie möglich aufzunehmen, wie aus einem am Freitag datierten Antrag hervorgeht.
Die Airline erklärte, sie beabsichtige zunächst ausschließlich Passagier-Charterflüge abhängig von saisonaler und Kundennachfrage durchzuführen. Allerdings strebe man eine umfassendere Genehmigung für künftige Linienflüge an.
Wizz Air UK beantragt die Genehmigung für Passagierflüge im Rahmen des Luftverkehrsabkommens von 2020 zwischen den beiden Ländern, bekannt als Open-Skies-Abkommen.
Die Fluggesellschaft hatte im Juli vergangenen Jahres erklärt, sich aus dem verlustbringenden Geschäft in Abu Dhabi zurückzuziehen, um sich auf ihren Hauptmarkt in Osteuropa zu konzentrieren.
Eskalierende politische Spannungen im Nahen Osten hätten die Expansionsambitionen in der Region zunichtegemacht.
Wizz Air lehnte eine Stellungnahme ab. Das US-Verkehrsministerium reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.