Liebe Leserinnen und Leser,
die Luftverkehrswirtschaft hat in dieser Woche erneut für spannende Schlagzeilen gesorgt. Wir beleuchten die wesentlichen Entwicklungen und geben Ihnen einen Überblick über die Top-Themen der Woche:
- Am Frankfurter Flughafen gibt es Verzögerungen bei der Übernahme durch den neuen Abfertiger
- Der Inbetriebnahme neuer Walk-Through-Scanner in Frankfurt
- Die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme des neuen Flugsteigs am Flughafen München laufen
Zudem geht es um den schwächelnden Januar-Zahlen in Frankfurt , die Einführung von Walk-Through-Scannern am Flughafen Frankfurt und die neue S-Bahn-Linie S13, die den Flughafen Köln/Bonn nicht erreichen kann.
Kommen Sie gut ins Wochenende!
| Herzliche Grüße Max Mescher Redakteur airliners.de |
Neuer Abfertiger am Flughafen Frankfurt kann nur teilweise liefern
Am Frankfurter Flughafen sollte ein neuer Flugzeugabfertiger tätig werden. Doch der alte Anbieter will so schnell nicht weichen.
Wisag Abfertigung mit Elektroschlepper. © Flughafen Berlin Brandenburg GmbH / Annika Bauer
(mm, DPA) Am Frankfurter Flughafen kann der neue Flugzeugabfertiger Swissport die vereinbarten Leistungen seit dem 1. Februar nicht im vollen Umfang anbieten. Daher wird der bisherige Dienstleister Wisag noch auf unbestimmte Zeit am Flughafen bleiben, wie aus einer Mitteilung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs hervorgeht. Zum 1. November will das Schweizer Unternehmen dann die volle Leistung anbieten.
"Swissport hat sich im Vorfeld der Entscheidung eng mit dem Land Hessen und Fraport ausgetauscht und befürwortet die bis Oktober 2025 geltende Übergangslösung, die eine zuverlässige Operation am Flughafen Frankfurt für alle Airline-Kunden über den 1. Februar 2025 hinaus ermöglicht", erklärte die Swissport International AG.
Swissport hatte eine Ausschreibung der Abfertigungsdienstleistungen am größten deutschen Flughafen für die kommenden sieben Jahre gewonnen, aber nicht rechtzeitig genug Personal rekrutieren können.
Das bislang in dem Bereich tätige Unternehmen Wisag hatte klargemacht, dass Swissport den Betriebsübergang gar nicht erst angeleiert hätte. Swissport äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.
Entscheidung zur Wisag-Klage steht noch aus
Das Frankfurter Unternehmen klagt zudem gegen die Vergabeentscheidung des Landes vor dem Verwaltungsgericht und will selbst Dienstleister für Bodenabfertigung am Flughafen bleiben. Dazu gehören das Beladen der Flugzeuge ebenso wie die Reinigung und weitere Arbeiten.
Eine Entscheidung zur Wisag-Klage steht in der Hauptsache noch aus. Das entsprechende Eilverfahren wurde laut Gericht eingestellt, nachdem Wisag mit dem Flughafenbetreiber Fraport eine Einigung erzielt hat.
Danach werden die Wisag-Leute im Unterauftrag der Fraport Ground Services die Flugzeuge bedienen. Man sei sehr zuversichtlich für einen reibungslosen Ablauf, erklärt ein Fraport-Sprecher.
Flughafen Frankfurt übernimmt Walk-Through-Scanner in Regelbetrieb
Sicherheitskontrollen sollen komfortabler und gleichzeitig sicherer werden. Der Flughafen Frankfurt setzt dabei nun als einer der ersten Flughäfen weltweit auf neue Walk-Through-Scanner für die Passagierkontrolle.
Rohde & Schwarz Walk-Through-Scanner für Passagiere am Flughafen Frankfurt. © Fraport
(af)
Der Flughafen Frankfurt setzt auf Walk-Through-Scanner an den Sicherheitskontrollen für Passagiere. Dafür hat der Flughafen nun eine Testphase abgeschlossen, wie der Flughafenbetreiber Fraport mitteilte.
Nach der einjährigen Testphase in Halle A des Terminal 1 sind die "Rohde & Schwarz"-Scanner vom Typ QPS Walk 2000 für den dauerhaften Einsatz im regulären Betrieb zertifiziert und zugelassen worden.
Der Flughafen Frankfurt sei der erste Flughafen weltweit, der diese Scanner im regulären Einsatz habe.
Der Flughafen Frankfurt will sukzessiv weitere Sicherheitskontrollen in Terminal 1 und zukünftig auch in Terminal 3 mit den Scannern ausstatten.
"In der Testphase konnten wir gemeinsam mit der Bundespolizei das Gerät für den Betrieb optimieren und so Grundlagen für die Zertifizierung sicherstellen", sagte Alexander Laukenmann, Geschäftsbereichsleiter Aviation bei Fraport.
Die neuen Walk-Through-Scanner sollen die Sicherheitskontrolle deutlich komfortabler gestalten. Passagiere können die Scanner in normaler Schrittgeschwindigkeit durchlaufen, eine Millimeterwellen-Technologie durchdringt dabei Kleidung, um potenzielle Gefahrengegenstände zu erkennen.
Neuer Flugsteig: Flughafen München bereitet sich auf Inbetriebnahme vor
Die Inbetriebnahme des neuen Münchener Flugsteigs im Terminal 1 musste wegen den Auswirkungen der Corona-Pandemie verschoben werden. Die Fertigstellung ist nun für dieses Jahr geplant. Schon bald soll es konkret werden.
Der neue Flugsteig in München wurde als rechtwinkelige Erweiterung des bestehenden Passagiergebäudes konzipiert und ragt auf Höhe der Terminalbereiche A und B rund 320 Meter in das westliche Vorfeld des Flughafens. © München Airport
(af)
Der Bau des neuen Flugsteigs im Terminal 1 am Flughafen München liegt weiterhin im Zeitplan. Das bestätigte der Flughafen auf Anfrage von airliners.de. Damit bestätigte der zweitgrößte Flughafen des Landes seinen Zeitplan vom Sommer 2024.
"Wie berichtet, ist die Baufertigstellung für Ende 2025 geplant", teilte ein Sprecher des Flughafens mit.
Wann genau der neue Flugsteig dann auch in Betrieb genommen werden soll, ist derzeit noch unklar. "Über den konkreten Inbetriebnahmetermin wird in diesem Jahr entschieden werden", hieß es weiter.
Vor Inbetriebnahme werde ein umfangreicher Testbetrieb durchgeführt, so der Sprecher. Wann genau ließ der Flughafen zunächst offen. Dem Vernehmen nach wird dieser aber aktuell bereits vorbereitet.
Ursprünglich sollte die Terminalerweiterung bereits 2023 in Betrieb gehen, der Flughafen hatte die Eröffnung jedoch vor dem Hintergrund der massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den weltweiten Luftverkehr und der daraus resultierenden Verkehrsrückgänge verschoben.
"Nach aktuellen Schätzungen wird die Flughafen München GmbH insgesamt über 600 Millionen Euro für das Projekt aufwenden", hieß es in einer Pressemitteilung 2022. Zuvor waren laut "Münchner Merkur" rund 400 Millionen Euro Kosten eingeplant gewesen.
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Und zum Schluss...
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