Wir dachten, wir wissen, was uns erwartet: viel Militär, wenig Zivilluftfahrt, kurzer Abstecher. Was dann wirklich passiert ist, hätten wir uns vorher nicht ausmalen können.
David und Alex fahren zur ILA Berlin 2026 – und schon auf der Anfahrt läuft alles anders als geplant. Pro-Palästina-Aktivisten blockieren die Zufahrtsstraßen, der Stau zieht sich, und dann gibt es auch noch keinen Shuttle vom Parkplatz. Also: laufen. Viel laufen.
Auf dem Messegelände selbst folgt die nächste Überraschung: Die ILA hat deutlich mehr zivile Luftfahrt zu bieten als erwartet. BER-Chefin Aletta von Massenbach erklärt, warum der Flughafen die Messe liebt statt sie zu fürchten. Und in der Halle C tauchen David und Alex ein in Quantennavigation, 3D-Druck für Flugzeugteile und die D328 Eco – ein deutsches Regionalflugzeug, das zivil und militärisch gedacht ist.
Dann ist da natürlich noch Emirates. Der A380 steht wie jedes Jahr auf dem Static Display – und der Hintergrund ist hochpolitisch: Emirates will nach Berlin fliegen, darf aber noch nicht. Das bilaterale Luftverkehrsabkommen von 1994 steht dem im Weg. Der Emirates-Deutschlandchef erklärt im Interview, warum Berlin zur DNA der Airline gehört.
Außerdem: David und Alex stolpern in die Präsentation der neuen nationalen Luftverkehrsstrategie – unangekündigt, dafür in der ersten Reihe. Und sie schauen sich die Boeing P-8 Poseidon genauer an: eine militärische 737-Variante mit Torpedos im Laderaum. Am Ende warten wieder Kilometer zu Fuß bis zum Parkplatz.