Der französische Technologie- und Rüstungskonzern Thales hat im Geschäftsjahr 2025 einen bereinigten operativen Gewinn von 2,74 Milliarden Euro erzielt – ein Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Analysten hatten 2,7 Milliarden Euro erwartet. Der Umsatz stieg um 8,8 Prozent auf 22,14 Milliarden Euro, der Auftragseingang wuchs um ein Prozent auf 25,26 Milliarden Euro.
Das Unternehmen führt das Ergebnis auf sein Verteidigungsgeschäft sowie auf die Nachfrage nach Avionik- und Raumfahrtlösungen zurück. Im Verteidigungsbereich habe insbesondere die Nachfrage nach Luftverteidigungssystemen in Europa das Wachstum getragen.
Höhere Margen für 2026 erwartet
Für das laufende Jahr prognostiziert Thales eine operative Gewinnmarge von 12,6 bis 12,8 Prozent, nach 12,4 Prozent im Vorjahr. Das organische Umsatzwachstum soll sechs bis sieben Prozent betragen. Der Auftragseingang soll erneut schneller wachsen als der Umsatz.
Die Thales-Aktie gab am Dienstag 1,8 Prozent nach – weniger als der französische Leitindex CAC 40, der 2,6 Prozent verlor.
Konzernchef Patrice Caine äußerte sich vorsichtig zu den möglichen Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf Rüstungsausgaben und Lieferketten.
"Niemand weiß heute, wie es sich entwickeln wird. Aber es ist eine Erinnerung daran, dass der gestörte Zustand der Geopolitik Länder dazu veranlasst, mehr in Sicherheit und damit in Verteidigung zu investieren", sagte er auf einer Pressekonferenz.
Als weitere Prioritäten nannte Caine die Rückkehr zum Wachstum im Cybersicherheitsgeschäft sowie die geplante Fusion der Satellitenaktivitäten mit Airbus und Leonardo. Das Vorhaben wird derzeit von den europäischen Wettbewerbsbehörden geprüft.