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Teckentrup denkt an neuerlichen Verkaufsprozess nach der Corona-Krise

Condor-Chef Teckentrup will nach der Corona-Krise neue Investoren für den angeschlagenen Ferienflieger finden. Erst müsse sich jedoch der Markt beruhigen. Die Kapazitäten sollen hochgefahren werden.

Condor-Chef Ralf Teckentrup. © BTW / Svea Pietschmann

Der staatlich gerettete Ferienflieger Condor hofft trotz der Corona-Krise auf eine schnelle Lösung bei der Suche nach einem neuen Investor. Nach Angaben des Airline-Chefs Ralf Teckentrup wird derzeit ein neuer Schutzschirmplan erarbeitet, der weitgehend dem früheren Plan entsprechen werde.

"Wenn es gut läuft, können wir den Schutzschirm in den nächsten drei Monaten verlassen", sagte der Manager dem Fachmagazin "fvw". Allerdings müsse sich zunächst der Markt beruhigen, bevor Condor wieder zum Verkauf angeboten werde.

Flugprogramm soll bei 60 Prozent liegen

Bis zum Beginn der Sommerferienzeit am 25. Juni soll das Flugprogramm auf rund 40 Prozent des ursprünglich geplanten Verkehrs hochgefahren werden. Teckentrup geht davon aus, bis Ende Oktober bis zu 60 Prozent anbieten zu können. Man strebe eine Auslastung der Maschinen von rund 80 Prozent an.

Condor wird derzeit mit einem neuen staatlichen Rettungskredit über 550 Millionen Euro in der Luft gehalten. Ein erstes Rettungsschirmverfahren war zu Beginn der Corona-Krise gescheitert, als die polnische PGL-Gruppe die bereits vereinbarte Übernahme des deutschen Ferienfliegers platzen ließ.

© Chris Christes, Lesen Sie auch: Lot-Mutter zieht sich von Condor-Kauf zurück

Das Frankfurter Unternehmen mit rund 4900 Beschäftigten und mehr als 50 Flugzeugen war nach der Pleite des britischen Mutter-Konzerns Thomas Cook im September 2019 in ein Schutzschirmverfahren gegangen und darin saniert worden.

Von: br, dpa

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