Southwest Airlines hat einen überraschenden Quartalsgewinn gemeldet. Die Betriebskosten ohne Treibstoff stiegen um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Southwest hatte einen Anstieg von bis zu 5,5 Prozent prognostiziert.
Die Low-Cost-Airline meldete einen bereinigten Gewinn von elf Dollar-Cent (rund zehn Euro-Cent) je Aktie. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Verlust von drei Cent gerechnet. Der Betriebsumsatz belief sich auf rund 6,95 Milliarden Dollar. Analysten hatten 6,29 Milliarden Dollar erwartet.
Southwest rechnet im vierten Quartal mit einem Anstieg des Umsatzes pro verfügbarem Sitzplatzkilometer um ein bis drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Betriebskosten ohne Treibstoff sollen im gleichen Zeitraum um 1,5 bis 2,5 Prozent steigen.
Die Fluggesellschaft mit Sitz in Texas profitierte von einer Erholung der Reisenachfrage und Kostenkontrollmaßnahmen. Die Buchungen haben seit Juli angezogen und die Nachfrage bleibe voraussichtlich bis Dezember stark, so Southwest.
Die Airline bekräftigte ihr Ziel, die Ausgaben in diesem Jahr um 370 Millionen Dollar zu senken. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel um mehr als drei Prozent zu.
Das Unternehmen kämpft seit der Corona-Pandemie um eine stabile Positionierung und befindet sich in einer umfassenden strategischen Transformation.
Die Airline hat begonnen, für aufgegebenes Gepäck Gebühren zu erheben. Sie führte einen neuen Basic-Economy-Tarif ein. Ab Januar wechselt Southwest zu einer neuen Sitzplatzvergabe mit zugewiesenen Plätzen und ersetzt damit das bisherige Modell der freien Platzwahl.