Der IT- und KommunikationsdienstleisterSita hat mit der Border Flow Lane eine neue Lösung für die Grenzkontrolle vorgestellt. Sie soll den bisherigen "Stopp-and-Check"-Ansatz ablösen, bei dem Reisende an einem Gate oder Kontrollpunkt angehalten und ihre Dokumente geprüft werden.
Stattdessen sollen sie bereits vor der Abreise und bei der Ankunft automatisiert überprüft werden. Laut Sita lässt sich die Grenzkontrolle dadurch bis zu achtmal schneller abwickeln als mit herkömmlichen E-Gates.
Vertrauenswürdige Reisende sollen den Angaben zufolge dabei durchgehend in Bewegung bleiben. Grenzbeamte könnten ihre Ressourcen gezielter auf jene Fälle konzentrieren, die eine weitergehende Prüfung erfordern, teilte Sita mit.
Hintergrund ist, dass Grenzbehörden seit Jahrzehnten in Technologien investieren, um drei Fragen zu beantworten: Darf eine Person reisen? Wer ist sie? Und was ist über ihre Reise bekannt? Heute liegen laut Sita bereits vor dem Abflug mehr Informationen über Reisende vor als je zuvor, wodurch sich viele Entscheidungen bereits vorbereiten oder treffen lassen, bevor ein Passagier die Grenze erreicht.
Mehr als 75 Prozent vorab freigegeben
Laut Sita lassen sich mit Border Flow Lane bereits vor der Abreise mehr als 75 Prozent der Reisenden freigeben. Die zuständigen Behörden behalten dabei die volle Entscheidungsgewalt und können Reisende jederzeit anhalten und einer weitergehenden Kontrolle unterziehen.
Auch für Flughäfen und Grenzbehörden entstehen laut Sita zusätzliche Kapazitäten. Jeder Reisende, der ohne Stopp durch die Kontrolle geht, schafft demnach Platz für den nächsten. Dadurch können mehr Reisende die bestehenden Einreisebereiche passieren, ohne dass sofort zusätzliche Infrastruktur nötig wird.
Die Nutzung wäre freiwillig. Reisende sollen selbst entscheiden, ob sie sich für den Einsatz autorisierter biometrischer Daten registrieren lassen. Die Grenzbehörden behalten dabei laut Sita die vollständige Kontrolle über Identitätsprüfung und Einreiseentscheidung.