Ryanair wird den Regionalflughafen Kassel in ihr Streckennetz aufnehmen. Ab dem Sommer 2027 werde die irische Fluggesellschaft Nordhessen mit Palma de Mallorca und dem süditalienischen Lamezia Terme verbinden, teilte Europas größter Billigflieger mit.
Mit Kassel bediene die Ryanair rund 218 Flughäfen. Die Airline investiere damit weiter in kostengünstige Regionalflughäfen in Deutschland, um die internationale Anbindung und den Tourismus in den Regionen zu stärken.
Die Fluggesellschaft kritisierte derweil erneut die Standortkosten in Deutschland als zu hoch. Die Investitionen könnten deutlich größer ausfallen, wenn die Bundesregierung die "enorm hohen Zugangskosten" senken würde, erklärte die Ryanair. Die "schädliche" Luftverkehrsteuer sowie überhöhte Sicherheits-, Flugsicherungs- und Flughafengebühren machten Deutschland zu einem der am wenigsten wettbewerbsfähigen Luftverkehrsmärkte Europas. Dies bremse das Verkehrsaufkommen, den Tourismus und das Wirtschaftswachstum. Ryanair forderte die Bundesregierung erneut auf, die Luftverkehrsteuer abzuschaffen und die staatlichen Kosten für Luftsicherheit und Flugsicherung zu halbieren.
Merz will die Luftverkehrsteuer weiter senken
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte zuvor gesagt, er wolle die Luftverkehrsteuer weiter senken. Die schwarz-rote Bundesregierung habe zum 1. Juli die Anhebung der Steuer wieder zurückgenommen, sagte Merz in Berlin. "Der zweite Teil muss folgen", sagte er auf die Frage, ob man die Abgabe nicht völlig abschaffen könne.
"Wir tun uns mit dieser Belastung keinen Gefallen, denn der Luftverkehr in Deutschland weicht aus auf Standorte außerhalb der Bundesrepublik Deutschland", fügte Merz hinzu.
