Kanada sucht private Investoren für seine vier größten Flughäfen
Kanada will private Investoren über langfristige Konzessionen in den Betrieb seiner vier größten Flughäfen einbinden. Premierminister Mark Carney machte die im Mai erstmals angedeuteten Privatisierungsüberlegungen am Dienstag konkret – der Staat bleibe aber Eigentümer von Grund und Anlagen.
Kanada will private Investoren über langfristige Konzessionen in den Betrieb seiner vier größten Flughäfen einbinden. Premierminister Mark Carney kündigte den Schritt bei einem Investorengipfel in Toronto an. Betroffen sind die Flughäfen Toronto, Montreal, Calgary und Vancouver.
"Wir werden weiterhin Eigentümer von Grund und Anlagen bleiben. Aber wir werden ihren wahren Wert freisetzen, indem wir neues Kapital und neue Expertise in ihren Betrieb und ihr Wachstum holen", sagte Carney.
Erstmals hatte sich Carney bereits im Mai öffentlich zu möglichen Privatisierungsüberlegungen im Flughafensektor geäußert, damals als mögliche Finanzierungsquelle für den neuen kanadischen Staatsfonds. Konkrete Maßnahmen hatte er zu dem Zeitpunkt noch nicht genannt.
Der aktuelle Vorstoß fällt in eine Woche, in der Carney in Toronto Dutzende internationale Investoren empfängt und um Kapital für Infrastrukturprojekte im Land wirbt.
Investoren zeigen Interesse, Gewerkschaften lehnen ab
Am Rande des Gipfeltreffens äußerten zwei Vermögensverwalter Interesse an Investitionen in die Flughäfen.
Kanadische Gewerkschaften lehnen die Privatisierungspläne ab. Sie argumentieren, eine Privatisierung würde die Kosten für Reisende erhöhen.
Mobilitätsformel (9)
In seiner Kolumne "Die Mobilitätsformel" vergleicht Dr. Klaus Radermacher Verkehrssysteme auf Basis von Zahlen, Daten und Fakten. Diesmal zeigt er: China führt bei autonomen Flugtaxis, die USA bei bemannten eVTOL-Systemen, während Lilium und Volocopter in Deutschland insolvent gingen.
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