Die irische Regierung plant die Abschaffung der Passagier-Obergrenze am Flughafen Dublin. Verkehrsminister Darragh O'Brien kündigte in der Zeitung "Irish Independent" an, er werde in der ersten Oktoberwoche ein entsprechendes Memorandum an das Kabinett senden.
Damit soll der Gesetzgebungsprozess zur Aufhebung der jährlichen Passagiergrenze von 32 Millionen eingeleitet werden, wie O'Brien mitteilte.
Die Passagierzahl am Dubliner Flughafen wurde 2007 auf 32 Millionen pro Jahr begrenzt, als die Planer den Bau eines zweiten Terminals genehmigten. Die Begrenzung sollte unter anderem lokale Verkehrsstaus vermeiden.
Der Flughafen, über den rund 80 Prozent der irischen Flugreisenden abgefertigt werden, überschritt die Obergrenze 2024 um mehr als eine Million Passagiere. Der High Court hatte im April ein früheres Urteil verlängert, das Regulierern zunächst untersagte, die Zahl der Passagiersitze während der Sommersaison von März bis Oktober zu reduzieren.
Falls das Gesetzgebungsverfahren voranschreitet, soll die Passagiergrenze am Dubliner Flughafen bis Ende kommenden Jahres aufgehoben werden. Die Luftfahrtbranche hatte die Obergrenze kritisiert, weil sie neue Strecken verhindere und das Wirtschaftswachstum behindere.