Der Irak hat den zuvor für militärische Zwecke gesperrten Luftraum im Westen des Landes an die zivilen Behörden zurückgegeben. Damit enden Einschränkungen, die seit 2016 für militärische Operationen galten, teilte das Transportministerium mit.
Nach Angaben des Ministeriums wurden sämtliche zuvor reservierten Zonen, die sich von Norden nach Süden durch den Westen des Irak ziehen, an die für Flughäfen und Flugsicherung zuständige Behörde übergeben – zur Nutzung durch die Zivilluftfahrt.
Die Rückgabe soll den irakischen Luftfahrtbehörden mehr Spielraum geben, Flugrouten neu zu gestalten, Einschränkungen für den Flugverkehr zu lockern und die Effizienz der Luftraumnutzung zu verbessern.
"Das Luftraum-Management-Team im Flugbetriebszentrum hat offiziell bestätigt, dass die im irakischen Luftfahrthandbuch aufgeführten militärischen Luftzonen nicht mehr für militärische Operationen genutzt werden", sagte Ehab Saad Karim, Direktor der General Company for Airports and Air Navigation Management, auf einer Pressekonferenz.
Karim sagte, die Entscheidung sei das Ergebnis jahrelanger technischer und institutioneller Arbeit zur Verbesserung von Effizienz und Ablauf des Flugverkehrs gewesen. Die Wiedereröffnung der Strecken werde zudem die Einnahmen steigern, den Ablauf des zivilen Flugverkehrs verbessern und die Wirtschaft des Landes unterstützen.
Der Sprecher des Transportministeriums, Hussein Ahmed, sagte, die technischen und rechtlichen Schritte würden bis zum 1. Oktober abgeschlossen sein.
Sperrgebiete stammen aus dem Kampf gegen den IS
Die nun aufgehobenen Sperrgebiete waren 2016 und 2017 für den Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) eingerichtet worden. Große Teile der irakischen Westwüste dienten in dieser Zeit als Stützpunkte für diese Operationen.
Das Ministerium teilte mit, die Aufhebung der mit den Militärzonen verbundenen Einschränkungen sei Teil der Abzugsverfahren. Irak und die Vereinigten Staaten würden im Zuge des Abzugs der verbleibenden Truppen der von den USA geführten internationalen Koalition entsprechende Regelungen umsetzen.