Icelandair mustert ihre Großraumflugzeuge bis Ende 2026 aus, wie "Simple Flying" berichtete. Die isländische Fluggesellschaft beendet damit den Widebody-Betrieb drei Jahre früher als ursprünglich geplant. Die drei Boeing 767-300ER sollten ursprünglich bis 2029 im Einsatz bleiben.
Die Airline begründet die Entscheidung den Angaben zufolge mit anhaltenden Verlusten durch die kleine, alternde Teilflotte. Besatzungen, Ersatzteile und Wartungslinien erfordern überproportionale Ausgaben im Verhältnis zum Umsatzwachstum. Icelandair konzentriert sich künftig auf ihre zwei Schmalrumpf-Baureihen.
Die Fluggesellschaft reduziert auch die verbleibende Boeing-757-Flotte im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung. Vier Boeing 757-200 und eine Boeing 767 verlassen die Flotte noch in diesem Jahr. Zwei weitere Boeing 767 und Boeing 757 folgen 2026.
Ab Sommer 2026 strebt Icelandair einen reinen Schmalrumpfbetrieb mit mehr als 40 Flugzeugen an. Die Flotte besteht dann aus Boeing 737 Max und Airbus A321 LR. Das Streckennetz konzentriert sich auf das Hub-Modell über Keflavik. Die Reichweite der Schmalrumpfflugzeuge deckt die meisten transatlantischen und europäischen Verbindungen ab.
Die Maßnahme reduziert Kapitalausgaben in einem schwachen Geschäftsjahr, so "Simple Flying". Mittel fließen stattdessen in das Wachstum mit Boeing 737 Max und Airbus A321 LR. Zusätzliche Frachtkapazität und flexible Sitzplatzkonfigurationen für nachfragestarke Perioden verbessern die Ertragsstruktur.