Die Abra Group, Muttergesellschaft der brasilianischen Gol und der kolumbianischen Avianca, will lieber über Partnerschaften wachsen, als Märkte mit zusätzlichen Flugzeugen zu fluten. Das sagte Finanzvorstand Manuel Irarrazaval am Montag auf dem Jahresforum des lateinamerikanischen Airline-Verbands ALTA.
Als Beispiel nannte Irarrazaval das Bündnis mit der chilenischen Sky. "Wir hätten uns dafür entscheiden können, 50 Flugzeuge in den Markt zu bringen und ihn damit zu fluten. Das ergab keinen Sinn", sagte er. Bei steigenden Treibstoffpreisen und Zinsen brauche man Größe. Ein reines Low-Cost-Modell funktioniere in Lateinamerika nicht mehr gut.
Als Langstrecken-Drehkreuz der Gruppe gewinnt nach Angaben von Irarrazaval Rio de Janeiro an Bedeutung. Für die künftige Langstreckenflotte setze Abra unter anderem auf Bestellungen für den Airbus A350 und A330.
