Am Flughafen München dürfen Reisende ab Freitag an allen Kontrollspuren Flüssigkeiten in Behältern mit bis zu zwei Litern Fassungsvermögen ins Handgepäck nehmen. Die bisherige 100-Milliliter-Regelung entfällt damit an sämtlichen Sicherheitskontrollen, wie das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr mitteilte.
Grund ist die weitere Umstellung auf moderne Computertomographen (CT) bei der Gepäckkontrolle. Bislang waren CT-Scanner am Münchner Flughafen nur an bestimmten Kontrollstellen in Terminal 1 und Terminal 2 im Einsatz. Dort konnten Passagiere schon länger Flüssigkeiten bis zwei Liter im Handgepäck mitführen.
Der Freistaat Bayern investierte dem Verkehrsministerium zufolge rund 45 Millionen Euro in die schrittweise Umrüstung auf CT-Technologie im laufenden Flughafenbetrieb.
Auch andere deutsche Flughäfen rüsten um: In Frankfurt und Berlin sind teilweise bereits CT-Scanner im Einsatz. In Bayern ist der Flughafen Nürnberg bereits vollständig umgerüstet.
An Kontrollspuren mit CT-Technik dürfen Reisende Flüssigkeiten bis zu zwei Liter im Handgepäck mitführen, etwa große Wasserflaschen sowie größere Mengen Gel oder Creme. Laptops müssen zudem nicht mehr gesondert aus dem Gepäck genommen werden. Das soll nach Angaben des Ministeriums den Komfort für Passagiere erhöhen und die Kontrollen beschleunigen.
Ohne CT-Technik gilt weiterhin die 100-Milliliter-Grenze
An Sicherheitskontrollen ohne Computertomographen bleibt es bei der bekannten Regel: Behältnisse dürfen höchstens 100 Milliliter fassen und müssen in einem wiederverschließbaren, transparenten Plastikbeutel mit höchstens einem Liter Volumen verstaut werden. Elektronische Geräte müssen einzeln in die Gepäckwanne gelegt werden.
Wer unsicher ist, sollte vorab auf der Website des eigenen Abflughafens nachsehen. Dort lässt sich prüfen, ob CT-Scanner installiert sind und in welchen Terminals sie zum Einsatz kommen.