Am 8. März haben ANA, Belgocontrol, DSNA, LVNL und skyguide mit der Société Internationale de Télécommunications Aéronautiques (SITA) einen Rahmenvertrag zur Entwicklung einer VDL2- / ATN-Infrastruktur unterzeichnet. Dies ist ein entscheidender Schritt, um die Anforderungen der Europäischen Kommission zu erfüllen, bis Februar 2013, einen VDL2-Kommunikationskanal und eine ATN-Streckenführung für alle Luftfahrzeuge im oberen Luftraum einzuführen, teilten die FABEC-Flugsicherungsorganisationen mit.
Ergänzend dazu legt der Rahmenvertrag, der für eine Zeitspanne von zehn Jahre abgeschlossen wurde, den Grundstein für eine Partnerschaft, die weit über Februar 2013 hinausreicht. Da die DFS bereits SITA-Partner ist und das UAC Maastricht schon einen Datalink-Betrieb anbietet, vereinigt dieser Rahmenvertrag darüber hinaus alle am FABEC beteiligten Flugsicherungsorganisationen in ihrer Zusammenarbeit mit SITA.
Der Rahmenvertrag stützt sich sowohl auf eine für den FABEC gemeinschaftlich zu entwickelnde technische Spezifikation für die VDL2- / ATN-Infrastruktur als auch auf die entsprechende Regulierungsverordnung der Europäischen Kommission. FABEC hat auch die zukünftige Rolle der Flugsicherungsorganisationen sowie der Kommunikationsdiensteanbieter definiert. Die Flugsicherungsorganisationen wollen VDL2 und optional POA-Bodenstationen, ATN-Router sowie Überwachungs- und Steuerungssysteme beschaffen. Sie werden die Ausrüstung unterhalten und sicherstellen, dass das SITA-Netzwerk die Leistungsanforderungen der Europäischen Durchführungsbestimmungen für Data Link Services für die Datalink Kommunikation in der Flugverkehrskontrolle erfüllt.
Auch Flugsicherungsorganisationen, die den unteren Luftraum kontrollieren, haben den Rahmenvertrag unterzeichnet. Tatsächlich werden Flughafenanwendungen (D-ATIS, DCL) ebenfalls über dieselbe Ausrüstung angeboten. Bei der AOC-Kommunikation werden die VDL2- und POA-Bodenstationen der Flugsicherungsorganisationen von den Fluggesellschaften als Teil des SITA-Netzwerks angesehen.
Der FABEC umfasst Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg, die Niederlande und die Schweiz. Der Block gehört zum „Single European Sky“ (SES), einem Großprojekt, an dem die Europäische Union mit weiteren Staaten schon seit Jahren arbeitet. Die meisten europäischen Großflughäfen liegen in diesem Gebiet, das außerdem wichtige zivile Luftstraßen und militärische Übungsgebieten umfasst. Der FABEC umfasst 1,7 Millionen Quadratkilometer mit etwa 5,5 Millionen Flügen pro Jahr. Das entspricht 55 Prozent des gesamten europäischen Flugverkehrs. Die Flugsicherungsorganisationen des FABEC beschäftigen insgesamt rund 17.700 Mitarbeiter.