Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat eine deutliche Verbesserung ihrer Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA festgestellt.
EASA-Exekutivdirektor Florian Guillermet erklärte in einem Interview, beide arbeiteten mittlerweile als vertrauensvolle Partner. Boeing reagiere auf die regulatorische Aufsicht in angemessener Weise.
"Wir befinden uns in einer Phase, in der wir darauf vertrauen, dass die FAA das Richtige tut, und ich habe heute keinen Hinweis darauf, dass sie ihre Hausaufgaben nicht machen", sagte Guillermet. Seine Aussage beziehe sich sowohl auf die Flugzeugzulassung als auch auf Produktionsfragen.
Das Verhältnis zwischen EASA und FAA hatte sich nach den tödlichen Abstürzen zweier Boeing-737-Max-Maschinen in den Jahren 2018 und 2019 verschlechtert. Die Unfälle wurden auf fehlerhafte Software und unzureichende Aufsicht zurückgeführt, woraufhin die EASA die Zulassungsverfahren für Boeing-Muster eigenständig verschärfte.
Das internationale System der gegenseitigen Anerkennung von Luftfahrtzulassungen war zuletzt unter Druck geraten, nachdem US-Präsident Donald Trump im Januar gedroht hatte, kanadische Geschäftsflugzeuge zu dezertifizieren und Strafzölle zu verhängen.
Guillermet kommentierte den konkreten Streitfall nicht, betonte jedoch ein grundlegendes Prinzip: "Es ist eine technische Aufgabe, die eine technische Aufgabe bleiben muss."