Die Investmentgesellschaft Dubai Aerospace Enterprise (DAE) und der auf Spezialfinanzierungen ausgerichtete Vermögensverwalter Neuberger Specialty Finance starten ein gemeinsames Co-Investment-Vehikel für Flugzeugleasing. Wie die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten, soll darüber mittelfristig ein Investitionsvolumen von rund sechs Milliarden Dollar (etwa 5,3 Milliarden Euro) über mehrere Vehikel hinweg erreicht werden.
Das neue Vehikel trägt den Namen Mustang Aerospace. Es soll es den verwalteten Fonds von DAE und dem forderungsbasierten Finanzierungsarm von Neuberger ermöglichen, gemeinsam eine diversifizierte Flugzeugflotte zu erwerben. Das Kapital soll dabei nach Angaben der Unternehmen kontinuierlich über einen langen Zeitraum eingesetzt werden, um Mustang zu "einer Einheit von erheblicher Größe und Gewicht" aufzubauen.
Der Deal fällt in eine Zeit, in der der Krieg im Iran die globale Luftfahrt in diesem Jahr durcheinandergebracht hat – mit erheblichen Störungen im Flugplan und einem Anstieg der Kerosinpreise. Damit verschärfen sich Herausforderungen, mit denen Fluggesellschaften ohnehin schon zu kämpfen haben, etwa durch verzögerte Auslieferungen der großen Flugzeughersteller.
Die Transaktion reiht sich zudem in eine Reihe jüngerer Vorstöße von Vermögensverwaltern in die Luftfahrtfinanzierung ein. Der Sektor zieht wegen Angebotsengpässen, die die Leasingraten steigen lassen, zunehmend institutionelles Interesse auf sich.
Bankenkonsortium sichert Finanzierung
Für Mustang steht bereits eine sogenannte Warehouse-Finanzierung mit fester Zusage bereit. Diese haben Goldman Sachs, Mizuho, BNP Paribas, MUFG, Société Générale und Truist zugesagt.
DAE gehört dem Staatsfonds Investment Corporation of Dubai (ICD). Das Unternehmen verfügt über eine Flotte von rund 700 Flugzeugen, die zum Ende März mit 25 Milliarden Dollar bewertet wurde.