Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) versprach den Bahnkunden bis 2029 eine spürbare Verbesserung. Der CDU-Politiker sagte der ARD: "Diese spürbare Verbesserung will ich erreichen."
Nach Angaben Bilgers soll die Pünktlichkeit im Fernverkehr bis dahin bei 70 Prozent liegen. In den vergangenen Monaten habe sie etwas mehr als 50 Prozent betragen. Das Ziel sei durchaus ambitioniert. Darauf dürfe man sich aber nicht ausruhen, sagte der Minister.
"Wir sind angetreten in dieser Bundesregierung mit dem Versprechen, wir bringen die Infrastruktur wieder auf Vordermann", sagte Bilger. Zu einem positiven Bahnerlebnis trügen neben der Pünktlichkeit auch Sicherheit, Sauberkeit und eine bessere Kundenkommunikation bei.
Bilger kündigte zudem ein neues Baustellenkonzept bei der Bahn an. Mit dem Ablauf der Korridorsanierungen, der Totalsperrung wichtiger sanierungsbedürftiger Strecken, sei er nicht zufrieden. Nach den Bauarbeiten sollten die Abschnitte eigentlich störungsfrei befahren werden können. "Dieses Versprechen wurde zu oft nicht eingehalten."
Bilger kritisiert Sanierung der Strecke Hamburg–Berlin
Auf der bis zum Sommer sanierten Strecke Hamburg–Berlin "gab es danach eine Pünktlichkeit von 25 Prozent", sagte Bilger. "Da muss man erkennen, dass das Konzept so nicht funktioniert hat." Man sei dazu mit der Bahn intensiv im Gespräch. "Deswegen arbeiten wir gemeinsam an einem neuen Konzept."
Der Verkehrsminister will bald einen Vorschlag machen. Korridorsanierungen soll es weiterhin geben, "aber wir müssen sicherstellen, dass es danach auch funktioniert". Am Freitag begann die Sperrung der Strecke Berlin–Hannover, die 14 Monate dauern soll.
Bund und Bahn verhandelten derzeit über eine Leistungsvereinbarung, sagte Bilger. Dabei gehe es um mehr als 80 Milliarden Euro für die kommenden fünf Jahre. Das sei doppelt so viel wie in den vergangenen fünf Jahren. "Damit verbinden wir die Erwartung, dass es spürbar besser wird in unserer Infrastruktur." Das Geld müsse effizient eingesetzt werden.