Auf der Suche nach einem neuen Generalplaner ist der Betreiber des künftigen Hauptstadtflughafens BER bislang erfolglos. Eine europaweite Ausschreibung über Planungsleistungen von insgesamt 32,6 Millionen Euro wurde am Donnerstag aufgehoben, wie Flughafensprecher Ralf Kunkel mitteilte.
Nach dpa-Informationen waren keine brauchbaren Angebote eingegangen. Laut Flughafensprecher Ralf Kunkel sollen die Planungsaufträge jetzt ohne europaweite Ausschreibung in einem neuen Verfahren in kleineren Teilen vergeben werden. "Alle derzeit benötigten Planungsleistungen sind beauftragt", sagte Kunkel am Freitag auf Anfrage. "Deshalb verursacht die Aufhebung der Generalplaner-Ausschreibung auch keine Terminverzögerung."
Das sehen die oppositionellen Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus ganz anders. Sie erwarten, dass der Eröffnungstermin weiter in die Ferne rückt. Es sei verantwortungslos, auf einen Generalplaner zu verzichten, sagte die Grünen-Fraktionschefin Ramona Pop am Freitag dem RBB. Die Kündigung der PG BBI 2012 sei ein Fehler gewesen. Seitdem dümpele das Projekt Flughafen vor sich hin.
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Seit der Trennung von der Planungsgemeinschaft BBI im Mai 2012 fehlt dem Hauptstadtflughafen-Bau in Schönefeld bei Berlin ein Generalplaner. Auch mehr als zweieinhalb Jahre nach dem ersten geplatzten Eröffnungstermin im Oktober 2011 ist unklar, wann der Flughafen in Betrieb gehen kann. Baumängel, Planungsfehler und Technikprobleme wie beim Brandschutz verzögern den Start. Eine Eröffnung vor 2016 gilt als unwahrscheinlich.