Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB hat bei einer Anhörung zum Absturz eines MD-11-Frachtflugzeugs von UPS im vergangenen November im US-Bundesstaat Kentucky Berichte über Risse in einem Schlüsselbauteil geprüft.
Bei dem Unglück kamen 15 Menschen ums Leben, darunter drei Besatzungsmitglieder und zwölf Personen am Boden.
Die NTSB-Untersuchung hatte Ermüdungsrisse in einer Lagerstruktur des linken Pylons festgestellt – dem Verbindungselement zwischen Tragfläche und Triebwerk. Ein Boeing-Bericht aus dem Jahr 2011 hatte das betroffene Bauteil bereits dokumentiert und vier frühere Ausfälle an drei verschiedenen Flugzeugen verzeichnet.
Die Behörde stellte fest, dass in den vergangenen zehn Jahren mehrfach Risse an entsprechenden Bauteilen von MD-11-Maschinen gemeldet worden waren.
Die Anhörung prüft die Konstruktionsanforderungen für die betroffenen Bauteile sowie die FAA-Aufsicht über das Problem der vergangenen zwanzig Jahre.
Fedex hatte vergangene Woche den Flugbetrieb mit der MD-11-Flotte nach Aufhebung eines FAA-Flugverbots wieder aufgenommen. UPS hatte seine verbleibende MD-11-Flotte von mehr als zwei Dutzend Frachtflugzeugen Ende vergangenen Jahres außer Dienst gestellt.