Nur noch 61 Prozent der deutschen Bevölkerung zwischen 14 und 75 Jahren möchten in diesem Jahr verreisen. Das geht aus einer Befragung der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) für Mai 2026 hervor, über die das Fachmagazin "FVW" berichtete.
Im Vergleich zu den Vorjahren setzt sich damit ein deutlicher Abwärtstrend fort: 2025 lag der Wert noch bei 65 Prozent, 2024 bei 63 Prozent.
Parallel dazu wächst der Anteil der Befragten, denen das Geld für eine Urlaubsreise fehlt: Rund 25 Prozent geben an, sich in diesem Jahr keine Reise leisten zu können – nach 21 Prozent im Jahr 2024 und 19 Prozent im Jahr 2023.
Zudem hat der Anteil derjenigen, die grundsätzlich keine Ausgaben mehr für Reisen im laufenden Jahr einplanen, im Vergleich zu 2025 laut Angaben stark zugenommen und liegt nun bei 11 Prozent.
Pessimismus bei Wirtschaftsausblick und Weltlage
Die finanziellen Einschränkungen spiegeln sich in einem breiteren Stimmungsbild wider. 40 Prozent der Befragten rechnen nicht damit, in einem Jahr mehr Geld zur Verfügung zu haben als heute; nur 20 Prozent erwarten eine Verbesserung ihrer finanziellen Lage.
Bei der Einschätzung der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung zeigt sich noch mehr Pessimismus: 71 Prozent gehen davon aus, dass sich die Lage innerhalb des nächsten Jahres verschlechtern wird.
Hinzu kommt ein wachsendes Zeitproblem: Der Anteil der Befragten, der angibt, ausreichend Zeit für Reisen zu haben, sank von 71 Prozent im Jahr 2024 auf 66 Prozent im laufenden Jahr – ein ähnlich niedriges Niveau wie 2023 (65 Prozent).
51 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass die Weltlage heute unsicherer sei als früher; 36 Prozent machen sich laut der FUR-Erhebung Sorgen um die Zukunft. Die FUR wertet den Iran-Krieg als einen der Faktoren, der die angespannte Stimmung in der Branche weiter verstärkt hat.