Rostock Airways hat am Monatsanfang den Betrieb aufgenommen. Laut „Schweriner Volkszeitung“ startete am 2. Juni eine Maschine zum Erstflug von Rostock-Laage nach Palma de Mallorca. Da Rostock Airways über keine eigene Betriebsgenehmigung verfügt, kommt nun immer sonntags ein Bombardier CRJ900 der spanischen Air Nostrum zum Einsatz. Anfang Juli soll zusätzlich auch donnerstags geflogen werden, kündigte Flughafen-Sprecherin Petra Proba an.
Ursprünglich sollte XL Airways die Flüge im Auftrag von Aviation Service Erfurt durchführen. Nach der Insolvenz von XL hieß es zunächst, dass die polnische Enter Air einspringt. Doch dies entpuppte sich bald als Falschmeldung. Daraufhin übernahmen Alba Star und Hamburg Airways die Flüge.
Zum Herbst will Rostock Airways nach bisheriger Planung auch Flüge nach Kopenhagen und München anbieten. Während die dänische Hauptstadt im doppelten Tagesrand mit Rostock verbunden werden soll, steht die Bayern-Metropole ein Mal täglich im Flugplan. Beide Strecken sollen mit Turbopropmaschinen des Typs ATR42 von Danish Air Transport (DAT) beflogen werden. Von Frankfurt-Flügen ist keine Rede mehr.
Der Flughafen Rostock-Laage will mit der„virtuellen“ Rostock Airways vor allem den Geschäftsverkehr ankurbeln. Die Hubs Kopenhagen und München bieten zahlreiche Anschlüsse an das internationale Luftverkehrsnetz. Zwar gibt es auch jetzt schon Verbindungen zwischen Rostock und größeren Airports, doch Frequenzen und Zeiten sind eher auf touristischen Incoming-Verkehr ausgelegt. So fliegt Lufthansa an drei Tagen in der Woche zwischen München und Rostock. Germanwings fliegt aktuell ab Stuttgart und Köln. Und auch Helvetic Airways bedient Rostock ab Zürich.